Wir freuen uns besonderes , dass wir auf unsere Eröffnungsfeier auch Herrn Kanzler von Erbslöh Geisenheim für einen Kurzvortrag gewinnen konnten. Herr Kanzler wird mit seinen Ausführungen ein wenig der Weinsaison vorgreifen und zu bestimmten Aspekten der Mostverarbeitung sprechen. Im Zentrum des Vortrages stehen dabei mögliche Optimierungen und natürlich Maßnahmen zum nachhaltige Schutz des Mosts. Diese Überlegungen tangieren letztlich alle Arbeiten von der Weinlese bis hin zur Herstellung eines klaren Gärmostes. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.
Protektion und Optimierung bei der Mostverarbeitung Samstag, 02. Juni 2012
Entwicklungsstadium der Rebe mit dem Handy erkennen Freitag, 11. Mai 2012

Unter http://apps.baydir.de, einer Seite des Bayer Konzerns, findet der interessierte Winzer und Obstbauer eine Reihe kleiner Helfer für die Arbeit auf dem Weinberg oder in der Obstplantage.
Besonders interessant finde ich die Wetterapp und die BBCH Bestimmer App.
Die BBCH Bestimmer App ist sicher auch für so manchen Hobbywinzer mit entsprechenden Handy eine sinnvolle Einrichtung. Alles weitere ist recht gut auf der Bayer Seite erklärt.
Weinbau Wiki Donnerstag, 24. November 2011
Wir haben uns heute mal um ein echtes Problem auf unserer Seite gekümmert.
Die Wissen Seite sollte eigentlich ein netter Einstieg in das wachsende Weinbau Wiki sein, war aber ein wenig stiefmütterlich von uns behandelt worden. Jetzt haben wir eine kleine Veränderung eingebaut und hoffen, nun den Interessierten ein Möglichkeit zu bieten, die Beträge auf unserer Seite schnell und zielgerichtet zu finden. Wir haben uns da ein bisschen an den bekannten Suchmaschinen orientiert. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Sie uns ein kurzes Feedback zur Änderung geben, auch ob Sie mit dieser Form der Suchunterstützung zu recht kommen.
Bitte beachten sie, dass mögliche Kommentare erst nach unserer Freischaltung sichtbar werden (Spamschutz) , wir werden aber alle Kommentar beantworten.
Aktuelle Statistik zu kontrollierten Pflanzenschutzgeräten Sonntag, 05. Juni 2011
Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter, Pilzkrankheiten oder Schädlinge auszubringen, ist Bestandteil der landwirtschaftlichen Praxis auf deutschen Äckern. Auf dem Höhepunkt der „Spritzsaison“ (März – Mai) legt das Julius Kühn-Institut in Braunschweig seine Statistik der Kontrollergebnisse der Spritz- und Sprühgeräte für Flächen- und Raumkulturen vor.
Im Jahr 2010 wurden 23.063 Sprühgeräte für Raumkulturen (wie Obst, Wein oder Hopfen) durch amtliche Kontrolle erfasst und bestanden alle die Kontrolle.
Der “Sprühgeräte-TÜV” ist in der Bundesrepublik seit 2002 im zweijährigen Turnus für alle Geräte im Weinbau verpflichtend Vorgeschrieben. Rechnet man die Zahlen der vergangenen zwei Jahre zusammen, so erfüllt jedes Spritzgerät, das derzeit auf deutschen Weinbergen eingesetzt wird, die technischen Anforderungen.
Das wichtigste Ergebins der regelmäßigen Kontrollen ist sicher der verbesserte Verbraucherschutz. Aber auch die positive Wirkung für die Umwelt darf dabei nicht unbeachtet bleiben. Insbesondere die Mängel an Pflanzenschutzgeräten hinsichtlich einer unausgewogene Verteilung oder defekte Düsen führten dazu, dass die Mittel nicht dorthin gelangen, wo sie ihren vollen Nutzen entfalten und somit die Umwelt und aber auch den Geldbeutel des Winzers unnötig belasteten. Der regelmäßige “Sprühgeräte -TÜV”ist ein wichtiger Beitrag zum sachgerechten und ökologisch nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in den deutschen Weinbaugebieten. Eine Erweiterung der Sprühgeräteüberwachung auf alle Geräte und insbesondere auf die Nützergruppe der Nebenerwerbswinzer sollte aber im Sinne der genannten Wirkung auf Umwelt, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit dringend in Betracht gezogen werden. Die Statistik des Julius Kühn-Instituts aus den letzten dreißig Jahren (Datenerfassung seit 1979) hat zudem gezeigt, dass ein kontinuierlicher Rückgang der Mängel etwa beim Tropfstopp oder der Querverteilung durch die Überprüfung umgesetzt werden konnte, auch weil die Pflichtkontrollen zu einem Umdenken bei den Winzern geführt haben.
Das Julius Kühn-Institut ist federführend bei der Harmonisierung der Pflichtkontrollen in Europa. Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Gerätekontrolle in Deutschland vorbildlich organisiert ist und einen technisch hohes Niveau erreicht hat. Der deutsche Weg und die Gerätekontrolle durch amtlich anerkannte Kontrollbetriebe kann deshalb auch bei Einführung einer EU-einheitlichen Überprüfungspflicht beibehalten werden.
Blattdüngung im Weinberg Mittwoch, 01. Juni 2011
Die Blattdüngung ist bei vielen Weinerzeugern eine feste Größe im Betreib. Besonders die kurzfristige Wirkung – immer dann wenn Mangelerscheinungen bei den Reben deutlich werden – wird als großer Vorteil der Blattdüngung unter den Winzern geschätzt. Die Chlorosebekämpfung kann als spezielles Anwendungsfeld des Blattdüngers bezeichnet werden. Auch in den letzten Jahren mit extremen Wetterbedingungen und verbreiteten Trockenstress und Kältestress konnte der rechtzeitigen und wiederholte Einsatz von Blattdünger Chlorosesymptome zum Teil kurieren.
Die Blattdüngung darf dabei aber nicht in Konnkurrenz zur normalen Grundversorgung mit Nährstoffen aus dem Boden verstanden werden, sondern lediglich als Ergänzung. Die Grundlage für eine ausgewogene Rebenernährung ist daher nur über eine bedarfsgerechte Bodendüngung und Bodenbearbeitung denkbar. Der überweigende Teil der Versorgung mit nötigen Nährstoffe, insbesondere Stickstoff, kann nur über das System Boden – Rebwurzeln erfolgen. Dies wird deutlich, wenn wir uns die Aufnahme von Stickstoff über einen Jahrezeitraum und ha Rebfläche veranschaulichen und die handelsüblichen Stickstoffgehalte in Blattdüngern vergleichen.
Die Ausbringung erfolgt zudem oft im Rahmen des Pflanzenschutzes und bindet keine zusätzliche Arbeitsressourcen. Die positiven Auswirkungen und sogar eine Steigerung der Qualität der Reben kann aber auch nur im Zusammenhang mit anderen fachlich- und zeitlich korrekt durchgeführten Kulturmaßnahmen erzielt werden.
Das Angebot im Handel ist in den letzten Jahren gerade im Bereich der Blattdünger und Wachstumsverstärker deutlich erweitert worden. Oft klagen Winzer und Weinerzeuger über den zum Teil unübersichtlichen Angebotsmarkt. Eine fachliche Beratnung kann daher sicher helfen.
Die Dosierungs- und Anwenderhinweise der Herstellers sollten zudem unbedingt beachtet werden, denn eine Überdosierung zu erheblichen Schäden durch Verbrennung führen kann.
Gern beraten wir Sie in Sachen Blattdünger und stellen Ihnen die nötige Wirkstoffkombination zur Verfügung. Sie können uns unter 0351 / 48 28 98 0 oder per Mail mail@weinbau24.de erreichen.
Tipps zum Rebschnitt und Biegen nach dem Hagel Donnerstag, 25. November 2010
Der Bogrebenschnitt ist in der Praxis die übliche Schnittform. Ob sie jedoch nach einem Hagelschaden anzuwenden ist, hängt vom Schädigungsgrad ab und kann durch einen einfachen Test geklärt werden.
Ein paar Stöcke sollten probeweise geschnitten und gebogen werden, halten diese Ruten mehrere Tage dem Biegetest stand, kann auf Bogrebe geschnitten werden.
Das ist möglich da oft Schäden nicht zur Minderversorgung der Trauben oder zu Leitbahnbeschädigungen führen. Dieser Rebschnitt und das anschließende Biegen ist nach einem Hagel jedoch oft sehr Zeitintensiv. Zum einen können nur möglichst wundenfreie Ruten angeschnitten werden, was ein genaues ansehen des Zielholzes erfordert. Zum anderen muss das Biegen mit besonderer Vorsicht erledigt werden da beschädigte Ruten sehr schnell brechen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Wunden sich möglichst auf der Unterseite befinden. Empfehlenswert ist es bei Nässe zu biegen da die Ruten nicht so schnell brechen. Bei kritischen Stöcken ist es von Vorteil beim Rebschnitt eventuell eine Ersatzrute stehen zu lassen die nach einem guten Austrieb wieder entfernt werden kann.
Bei starkem Schaden bleibt vielen Winzern nichts weiter übrig, als auf alternative Rebschnitt- und Biegeformen auszuweichen, schließlich geht es um die Sicherstellung des Ertrages im kommenden Jahr.
Zeigt sich beim Bogenschnitt eine erhöhte Bruchgefahr muss beim Biegen der Biegungsgrad verringert werden. Ein Flachstreckerschnitt ist in diesem Fall das Mittel zur Wahl. Es handelt sich dabei um eine oder zwei kurz angeschnittene Bogreben, die flach auf den obersten Biegdraht aufgebunden werden.
Nach einem stärkerem Hagel stellt der V-Kurzstreckerschnitt eine Schnittmöglichkeit dar. Hierbei werden zwei kurze Ruten angeschnitten die an dem oberen Biegdraht in Form des Buchstaben V angebunden werden. Durch diese Form werden die Ruten nicht durch eine starke Biegung belastet.
Der Kordonschnitt stellt nach schweren Hagelschäden oft die beste Alternative dar. Sein Prinzip beruht darauf, dass einjährige Triebe auf der gewünschten Länge auf so genannte Zapfen geschnitten werden. Das Anschnittniveau an sichtbaren Augen beim Kordonschnitt sollte das des sonst üblichen Bogrebenschitts nicht wesentlich überschreiten. Als Faustregel gilt oft: mindestens eine Scherenlänge am Bogen zwischen zwei Zapfen. Restliches einjähriges Holz sollte sauber entfernt werden. Die verbleibenden Zapfen sollten oben auf dem Kordonarm sein. Abwärts und seitlich stehendes Holz ist zu entfernen um im Triebe mit aufrechter Wuchsrichtung zu fördern.
Wenn Sie noch Fragen zum Rebschitt oder zu anderen weinbaulichen Themen haben, können Sie uns gerne schreiben unter info@weinbau24.de . Oder Sie rufen an unter der Nummer: 0351–48 28 98 0.
In den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut beraten wir Sie auch gerne vor Ort oder übernehmen Ihren Rebschnitt.
Erbslöh Bio-Vinifikation Freitag, 27. August 2010
Die Oenoferm Bio, die erste zertifizierte Bio Weinhefe, erfreut sich auch schon bei uns großer Belebtheit. Aber nicht nur bei Bio Weinerzeugern findet die Bio Weinhefe Verwendung, denn insbesondere die Betonung der Rebsortencharakteristik und des Terroirs lassen konventionell arbeitende Kellermeister auf die Bio Weinhefe zurückgreifen. Oenoferm Bio wurde als Neuselektion von der Traube und unter zertifizierten biologischen Herstellungsbedingungen entwicklet. Der Hefestamm Saccharomyces cerevisiae (var.bayanus) verspricht eine reintönige und vollständige Vergärung. Besonders hervorzuheben ist die sehr geringe Sulfitbildung während der Gärung. Der mittlere Stickstoffbedarf und die Alkoholtoleranz bis zu 15 % Volumen sollten zudem zur Charateristik Oenoferm Bio erwähnt werden.
Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihre Frage und Bestellung gerne auch per Mail oder per Telefon 0351 / 48 28 98 0
Oidium – Echter Mehltau Mittwoch, 11. August 2010
Oidium (Oidium Tuckeri) auch bekannt als Echter Mehltau ist eine Pilzkrankheit die wie Peronospora im Weinbau eine große Bedeutung hat, da sie zu beachtlichen Schäden führen kann.
Herkunft:
Der Pilz hat seine Heimat in Nordamerika und wurde von da um 1845 nach Europa eingeschleppt. Im Jahre 1850 hatte sich der Pilz bereits über weite Teile Frankreichs ausgebreitet und wurde auch in Deutschland ( Pfalz, Bodenseeregion) gefunden.
Schadbild:
Der Pilz kann alle grünen Rebteile befallen. Der erste Befall zeigt sich schon im Frühjahr an den jungen Trieben, die im Wachstum zurück bleiben und von einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen sind.(Zeigertriebe). Bei einer Infektion auf der Blattunterseite entsteht ein weißer Pilzrasen und auf der Blattoberseite eine gelbliche Aufhellung (Verwechslungsgefahr mit Ölfleck – Peronospora). Der Pilzrasen kann das gesamte Blatt überziehen was dazu führt das sich die Blätter wölben und brüchig werden. Die Besonderheit bei Oidium, der Pilzbelag ist nur Oberflächlich und lässt sich im Vergleich zu Peronospora abwichen. Die Gescheine werden bei frühzeitigem auftreten mit einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen und sterben später ab. Die noch grünen Beeren werden ebenfalls mit einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen der die Beerenhaut zerstört und das Innere der Beere trotzdem weiter wachen lässt. Das führt dazu das die Beeren aufplatzen und die Samen sichtbar werden (Samenbruch). Bei Feuchtigkeit faulen die befallenen Trauben was zu einem totalen Ertragsausfall führen kann. Der Befall an den grünen Trieben macht sich durch graue Flecke bemerkbar, die sich bei einsetzender Holzreife braunviolett verfärben (Oidiumfiguren). Bei sehr starkem Befall kann sich der ganze Trieb violett verfärben.
Biologie:
Der Pilz überwintert hauptsächlich als Mycel zwischen den Knospenschuppen der Zeigertriebe oder in Fruchtkörpern (Cleistothecien) am Holz oder abgefallenen Laub.
Die austreibenden Zeigertriebe sind bereits mit einem Pilzrasen überzogen und es werden neue Sporen gebildet. Diese können bereits bei 6 bis 8°C und hoher Luftfeuchtigkeit keimen. Nach der ersten Infektion die meist keine großen wirtschaftlichen Schäden verursacht breitet sich der Pilz jedoch sehr schnell auf alle grünen Rebteile aus. Heißes trockenes Wetter mit starken Tag- Nacht-Temperaturschwankungen und Taubildung fördern die Entwicklung des Pilzes. Eine Blattnässe wie sie für Peronospora ideal ist wirkt eher hemmend. Dem zufolge ist in Jahre mit hoher Peronospora – Infektion das Oidiumrisiko geringer, umgekehrt begünstigen trockene Jahre das Auftreten von Oidium.
Bekämpfung:
Das klassische Behandlungsmittel gegen Oidium ist Schwefel es sollten aber im Laufe des Jahres auch andere Behandlungsmittel eingesetzt werden.
Neben einer luftigen Erziehungsform sind das anschneiden von gesunden Ruten und das entfernen von Zeigertrieben die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen.
Da der Pilz auf der Rebe überwintert, ist eine genaue Bestimmung des optimalen ersten Bekämpfungszeitpunktes wie bei Peronospora nicht möglich. Über die Auswertung von Wetterdaten kann man versuchen den optimalen Bekämpfungstermin zu bestimmen (wenn die günstige Witterungsverhältnisse für den Pilz herrschen). Bei einem starken Vorjahresbefall (Auftreten von Oidiumfiguren) sollte die erste Bekämpfung frühzeitig erfolgen (BBCH-13). Die Spritzabstände richten sich nach dem Blattzuwachs, Art des Fungizides und der Witterung.
Peronospora – Falscher Mehltau Mittwoch, 11. August 2010
Peronospora (Plasmopara viticola) auch bekannt als Falscher Mehltau ist eine Pilzkrankheit die wie Oidium im Weinbau eine große Bedeutung hat, da sie zu beachtlichen Schäden führen kann.
Herkunft:
Der Pilzerreger Plasmopara viticola wurde im Jahre 1878 aus Nordamerika nach Südfrankreich eingeschleppt und verbreitete sich innerhalb weniger Jahre über ganz Europa. Plasmopara viticola
Schadbild:
Der Pilz befällt alle grünen Rebteile. Die ersten Symptome sind gelbliche Flecke (Ölflecke) auf den Blättern, wo sich später ein weißer Pilzrasen (bestehend aus Sporenträgern) auf der Blattunterseite bildet. Durch das Absterben des Gewebes färben sich die befallenen Blätter später braun und fallen ab (Blattfallkrankheit). Die befallenen Gescheine neigen sich nach unten und später ist ebenfalls ein weißer Pilzrasen zu sehen. An befallenen Trauben nach der Blüte schrumpfen die Beeren und färben sich blau-schwarz (Lederbeeren), wobei das Stielgerüst abstirbt. Eine Infektion der Gescheine um die Blüte verursacht die höchsten Ertragsverluste.
Biologie:
Der Pilz überwintert in robusten Wintersporen im abgefallenen Laub und kann in dieser Form bis zu 10 Jahre überleben.
Zwischen Mitte April bis Anfang Juli bei einer guten Durchfeuchtung des Bodens und Temperaturen von mindestens 10° C keimen gewöhnlich die Wintersporen. Dabei werden Sporen freigesetzt die mit Regenspritzern auf die Blätter der Rebe gelangen und durch die Spaltöffnungen Infektionen verursachen. Je nach Temperatur benötigt der Pilz 5 bis 15 Tage für die Mycel-Entwicklung (Ölflecken), bevor neue Sommersporen gebildet werden können(Pilzrasen).
Diese Zeit zwischen Infektion bis Sichtbarwerden der ersten Symptome bezeichnet man als Inkubationszeit.
Eine Besonderheit des Pilzes ist die Sporenbildung.
Diese erfolgt nur nachts, bei Temperaturen ab 12°C und hoher relativer Luftfeuchte oder Vorliegen von Blattnässe. Damit sich die Sorenträger ausbilden können müssen diese Bedingungen mindestens 4 Stunden anhalten. Die Sporenbildung wird um so stärker je länger die feuchte Phase andauert. In kalten Nächten können trotz Nässe keine Sporen gebildet werden. Die optimal Temperatur zur Entwicklung des Pilzes liegt zwischen 22 und 27° C.
Bekämpfung:
Das klassische Behandlungsmittel gegen Peronospora ist Kupfer es sollten aber im Laufe des Jahres auch andere Behandlungsmittel eingesetzt werden. Eine luftige Erziehungform die ein schnelles abtrocknen der Laubwand ermöglicht ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.
Die Infektionen aus den Wintersporen sind in der Regel schwach und werden daher nicht bekämpft. Sobald es aber zur Bildung von Sommersporen kommt steigt das Infektionsrisiko erheblich an. Peronospora ist auf Regen angewiesen. Regionen mit hohen Niederschlägen im Mai sind daher stärker gefährdet als trockenere Gebiete. Normalerweise beginnen die Routinespritzungen gegen den Pilz zwischen dem 20. und 30. Mai und werden fortgesetzt bis Anfang August. Ab Traubenschluss sind die Trauben wirtschaftlich nicht mehr gefährdet. Zuwachsende Geiztriebe erfordern jedoch einen längeren Schutz. Die Spritzabstände richten sich nach dem Blattzuwachs, Art des Fungizides und der Witterung. Bei trockenen Hochdruckwetterlagen ohne Infektionsrisiko können die Abstände verlängert werden.
Praxisbuch Weinbau Samstag, 31. Juli 2010
Wir haben einige neue Bücher aus dem Verlagshaus Leopold Stocker im Weinbaushop und nehmen dies zum Anlass unter allen Interessierten und natürlich unseren Kunden ein Buch, Weinbau heute, zu verlosen. Alle sind herzlich eingeladen mit ein paar Zeilen und einer kurzen “Bedarfsanzeige” an unsere E-Mail Adresse info@weinbau24.de bei der Verlosung teilzunehmen. Bis zum 31.08.2010 warten wir auf originelle und gute Begründungen warum Sie/du dieses Buch unbedingt brauchst. Der Gewinner wird mit seiner Begründung hier im Blog veröffentlicht.
Alle Bücher in unserem Weinbaushop Weinbau24.de findest du unter Fachliteratur und Wissenswertes
















