Weinreben pflanzen – Rebschule Freytag Freitag, 13. März 2015

Die Pflanzsaison steht vor der Tür und wir haben ein Video der Rebschule Freytag für Sie auch auf unserer Seite eingebettet, um erste Frage zur Pflanzung von Weinreben zu beantworten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen dazu auch per Telefon oder per Mail für weitere Fragen und natürlich für Ihre Bestellung zur Verfügung.

Weitere Angebote zu Reben und Weinbauartikeln finden sie unter http://weinbau24.de und http://profi.weinbau24.de.

Auch für Weingüter und Weinerzeuger sind wir die richtige Adresse, wenn es um Weinbau und Weinkeller geht, fordern Sie Ihr Angebot für Ihr Vorhaben bei uns an und lassen sie sich mit guten Preisen und besten Service überzeugen.

Schwarzholzkrankheit auch bei uns auf dem Vormarsch Freitag, 06. Dezember 2013

Schwarzholzkrankheit – eine neue Herausforderung für den deutschen Weinbau

 

In den letzten Jahren hat sich eine Krankheit im Weinbau weiter verbreitet und stellt heute fast alle Weinbaugebiete vor neue Herausforderungen. Die Phytoplasmose Schwarzholzkrankheit wurde schon in den Sechzigerjahren in Deutschland festgestellt und beschränkte sich zunächst mit einem recht komplexen Infektionszyklus auf die heimische Ackerwinde. Die Schwarzholzkrankheit wird dabei von sogenannten Phytoplasmen ausgelöst. Diese zellwandlosen und pflanzenpathogenen Bakterien besitzen lediglich ein reduziertes Genom und sind somit auf einen Wirt zum Überleben angewiesen. Besonders die Winzer mit Riesling, Kerner, Scheurebe, Lemberger, Dornfelder und Chardonnay hatten in der Vergangenheit trotz einer unzähligen Anzahl von Phytoplasmen ausschliesslich mit der Wirts- und Verbreitungspflanze, der Ackerwinde, zu kämpfen. Dabei nahmen die im Boden lebenden Larven (Nymphen) das Bakterium über die Nahrungsquelle der Wurzeln der Ackerwinde auf. Die adulten Zikaden übertrugen dann während der Flugphase die Phytoplasmen an benachbarte Weinreben.

Die infizierten Weinstöcke zeigen dann recht schnell gelbe und rote Blattverfärbungen. Zudem rollen sich die Blätter ein, bzw. ist auch Nekrotisierung erkennbar. Die Schwarzholzkrankheit verhindert damit die Verholzung und fördert das Absterben der Triebe. Auch die Trauben werden in Mitleidenschaft gezogen. Diese Symptome können aber als unspezifische Erscheinungen bezeichnet werden, spiegeln sie doch letztlich eine Abwehrreaktion der Weinreben gegen die Phytoplasmen wider. Neben der offensichtlichen Schädigung der Weinstöcke führt die Störung des Photosystems und des Phytohormonhaushalts auch zu erheblicher Qualitätsreduzierung, da die geschädigten Trauben als sauer und bitter wahrgenommen werden.

Aktuell wird zudem ein weiterer Infektionszyklus dieser ertrags- und qualitätsmindernden bakteriellen Krankheit in einigen deutschen Anbaugebieten deutlich. Zwar ist die Brennnessel als Wirtspflanze bereits aus südlichen Weinbaugebieten bekannt, hatte aber mit der Schweiz eine nördliche Verbreitungsgrenze. Die Bakterien, die die Brennnessel als Wirtspflanze besiedeln, unterscheiden sich genetisch von den Bakterien der Ackerwinde. Zudem sind die beteiligten Zikaden (Vektoren) ebenfalls verschiedene Unterarten, so dass eine doppelte Verbreitungs- und Ausbreitungsbelastung für die Weinreben entstehen kann.

Die Bekämpfung der Phytoplasmen ist in beiden Fällen recht schwer, insbesondere die Bekämpfung der übertragenden Zikade während der kurzen Flugphase muss als unmöglich verworfen werden. Der Fokus liegt daher bei der Wirtspflanze und der damit verbundenen Vernichtung in der unmittelbaren Umgebung zum Weinberg. Besonders die auf der Ertragsfläche vorgefundenen Wirtspflanzen – Ackerwinde und Brennnessel – sollten vollständig beseitigt werden. Zudem kann der Einsatz von Weinbergsbegrünung / Kräutermischungen die weitere Besiedlung mit Ackerwinde und Brennnessel verhindern.

Bereits befallene Rebstöcke und infizierte Teile sollten bereits im Sommer, bzw. sofort mit einem Rückschnitt bedacht werden. Diese Stöcke erholen sich in der Regel gut und gleichzeitig wird ein Übergreifen auf andere Stöcke und Rebteile vermieden.

REBSCHNITTAKTION NOVEMBER 2012 Mittwoch, 07. November 2012

Heute möchten wir Ihnen unser Aktionsangebot für den Rebschnitt 2012/13 vorstellen. Im Zuge der Markteinführung der FELCO 820 möchten wir Ihnen auch die bewährten und erprobten Akku-Scheren FELCO 800 und FELCO 810 mit einem NOVEMBERRABATT von 150 Euro anbieten.


Die FELCO 800 ist besonders für die Arbeiten im Weinberg geeignet und wird jeden Winzer mit ihrer Arbeitsleistung überzeugen. Die kleine Schnittöffnung ermöglich ihnen eine schnelle und anwendungsfreundliche Arbeit in den Rebzeilen und auch altes Holz mit 3 cm Durchmesser schneidet die Felco Elektroschere mühelos. Unsere Empfehlung für den Winzer mit 5000 m² und mehr.

Die FELCO 810 ist ein echter Grenzgänger zwischen Wein- und Obstbau. Die vergrößerte Schnittöffnung schneidet Durchmesser bis 35mm und ist somit für die Schnittarbeit auf Weinberg und Obstgarten gleichmaßen geeignet.  Auch die FELOCO 810 besticht mit einer sehr guten Arbeitsleistung und eine sehr guten Akkuzeit. Gerade bei älteren Rebanlagen ist der größere Schneidkopf eine gute Unterstützung und hilft Ihnen die nötige Stock-Kosmetik umzusetzten. Ideal ist die FELCO 810 für Mischbetriebe, die sowohl Rebflächen als auch Kernobstanlagen betreiben.

In diesem Jahr hatte FELCO ein ganz neues Modell auf den Markt gebracht. Die FELCO 820 ist eine absolute Eigenentwicklung aus den Schweizer Traditionsbetrieb. Neben den augenscheinlichen Unterschieden ist vorallem der Akku ganz neu aufgelegt wurden. Die FELCO 820 wird mit einem POWERPACK 880 geliefert, der jetzt sehr bequem als Rücksack die arbeit noch einfacher macht. Besonders markant ist natürlich der große Schneidkopf und die damit verbundene Möglichkeit bis zu 45mm starke Hölzer zu schneiden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind daher natürlich unweit größer und reichen vom Weinbau über den Obstbau bis hin zum Forst- und Galabau. Die Anwendungsbreite ist beeindruckend und macht die FELCO 820 zu einem Universalwerkzeug für alle Schneidarbeiten.

Eine elektronisch gesteuerte Schneidkopföffnung ermöglicht es die Vorteile einer kleineren Öffnung, beispielsweise beim Rebschnitt, auch mit der  FELCO 820 zu nutzten. Die Halbierung der Öffnung bietet Ihnen so den nötigen –  schnellen und akkusparenden – Arbeitseinsatz im Weinberg oder in der Obstanlage.

KIESEL Kellereitechnik bei Weinbau24.de Mittwoch, 25. Juli 2012

Wir freuen uns, dass wir in Zukunft die Firma G.A. Kiesel GmbH im MDR Gebiet vertreten dürfen. Die weithin geschätzte Kellertechnik der Heilbronner Produktionsfirma wird vielen Winzern und Weinerzeugern nicht unbekannt sein. Im Bereich der Kellertechnik sind wir nun in der Lage für Ihre Anfragen und Wünsche KIESEL Rohrleitungen, Pumpen, Rührgeräte, Reinigungstechnik, Flotationsklärung, Umkehrosmose, Wärmetechnik und Armaturen anzubieten.  Besonders das breite Angebot von KIESEL für jede Betriebsgröße, angefangen vom selbstständigen Winzer bis hin zu großen Genossenschaftskellereien, hat uns überzeugt, mit den guten Produkten von KIESEL die passenden Antworten auf Ihre Herausforderungen im Keller geben können.

Einige KIESEL Produkte werden Sie zur Information in den nächsten Wochen auch auf unserer Gewerbekundenseite  http://profi.weinbau24.de nachlesen können. Selbstverständlich möchten wir aber mit Ihnen ins Gespräch kommen und das passende Gerät für Ihren Keller und Ihr Vorhaben mit Ihnen auswählen.

http://kiesel-online.de/img/kellereitechnik/exzenterschneckenpumpe_sp12m.jpg

 

Ein kurzer Überblick auf die Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit KIESEL möchten wir aber  dennoch schon heute geben. Die Exzenterschneckenpumpen haben sich in den letzten Jahrzehnten in den Weinkellern  bzw. in der gesamten  Getränkeindustrie durchgesetzt und zählen heute wohl zu den am häufigsten eingesetzten Verdrängerpumpen. Neben der schonenden Behandlung von Most, Maische und Wein, einem nahezu pulsationsfreien und regulierbaren Förderstrom, ist sicher auch die Fähigkeit des Selbstansaugens ein Vorteil der Exzenterschneckenpumpe gegenüber anderen Techniken. Aber vorallem die universelle Einsatzmöglichkeit im Weinkeller, d.h. die Möglichkeit fast alle Medien zu fördern, egal ob flüssig oder hochviskos hat wohl den Siegeszug dieser Pumpenart begründet.

KIESEL Exzenterschneckenpumpen haben sich neben diesem allgemeinen Trend durch hohe Qualitätsanforderungen an sich selbst und Ihre Produkte als besonders geeignet für die Getränkeindustrie entwicklt. So ist der Pumpenhersteller KIESEL zertifiziert nach EN ISO 9001. Jede Pumpe unterliegt einer Endprüfung mit Prüfprotokollen. Die Ausführung aller KIESEL Produkte entspricht der CE-Norm und wird durch eine Konformitätsbescheinigung bei jeder Pumpe bestätigt.  Zudem garantiert die Firma G.A KIESEL  einen Ersatzteildienst innerhalb von 24 Stunden und den Erhalt der wichtigsten Ersatzteile für 15 Jahre.

Gute Gründe für den Kauf einer KIESEL Exzenterschneckenpumpe und für Weinbau24.de mit der Zusammenarbeit mit KIESEL zu beginnen.

KIESEL bietet für Ihre Anforderungen und für die Weinerstellung die Pumpen in den Baureihen M, B, FT, FTF und TP an. Für einen stationären Einbau können wir die Pumpen mit Flanschanschlüssen und Edelstahlgrundrahmen ausrüsten.

 

Pumpengrößen: SP 02 bis SP 30
Fördermenge: 10 ltr/h bis 200.000 ltr/h
Maximale Saughöhe: geodätisch bis 9 m WS
Maximale Druckhöhe: 6 bar einstufiger Stator, 12 bar zweistufiger Stator, 24 bar vierstufiger Stator
Maximale Temperatur: bis 145°C (Dämpfen mit Volldampf)

Pflanzenstärkungsmittel – ökologische Alternativen Donnerstag, 12. Juli 2012

Der Pflanzenschutzmittelmarkt wird jedes Jahr größer und unübersichtlicher. Viele kleine Verpackungsgrößen verschwinden zu günsten größerer Gebinde vom Markt. Aber auch neue Produkte erweitern beinahe jedes Jahr den Pflanzenschutzmarkt.

Auf Anfrage eine Kunden haben wir uns aber dennoch entschieden weitere Produkte in unseren Shop auf zu nehmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf sogenannten Pflanzenstärkungsmittel, die sind im Gegensatz zu gängigen Pflanzenschutzmitteln nicht gegen berstimmte Krankheiten oder bioplogische Feinde richten, sondern die Pflanze in der Gesamtheit unterstützten und so zum Teil direkt bzw. indirekt gegen Pilze und Insekten wirken.  An Hand von Frutogard®   möchten wir daher die  Wirkung solcher Mittel vorstellen.  Frutogard®  setzt auf die Veränderungen im Stoffwechsel der Rebe und verstärkt die pflanzeneigene Abwehrbereitschaft gegenüber Schaderregern, hier besonders gegenüber den Ursachen der Peronospora. Wichtig bei der Anwendung ist immer der präventive – vorbeugende Einsatz. Denn nur der gezielte Aufbau der Abwehrkräfte in der Rebe bietet einen nachhaltigen Schutz  vor einer Infektion.

Neben Frutogard®  können wir Ihnen alle Produkte aus dem Segment der Pflanzenstärkung anbieten. Rufen sie uns einfach zum Thema an oder senden sie uns eine Mail mit Ihre Anfrage. Unsere Fachberater stellen sich gern Ihren Fragen und Anfragen.

Sicherheitsdatenblatt: frutogard_d_sdb

Herstellerinformationen: frutogard_weinbau_infoblatt

FELCO 820 Produktvorstellung am 08.06.2012 bei Weinbau24.de Samstag, 02. Juni 2012

Im Rahmen unserer Eröffnungsfeier am 08.06.2012 in Dresden Übigau  können sie zu den ersten Winzern und Weinbauinteressierten  in Deutschland gehören, die das neue Produkt aus dem Hause Felco zu Gesicht bekommen. Herr Thielemann wird als FELCO Gebietsvertreter  eine der wenigen Vorführmodelle der Felco 820 am 08.06.2012 mitbringen und auch Ihre ganz individuellen Fragen zur neuen Schere beantworten können.

 

Weitere Infos zur Schere finden Sie bei uns im Shop und unter dem Stichwort FELCO 820 auf unserer Wissen Seite

Entwicklungsstadium der Rebe mit dem Handy erkennen Freitag, 11. Mai 2012

http://apps.baydir.de/Styles/img/bay_dir_app_header_2.jpg

 

Unter http://apps.baydir.de, einer Seite des Bayer Konzerns,   findet der interessierte Winzer und Obstbauer eine Reihe kleiner Helfer für die Arbeit auf dem Weinberg oder in der Obstplantage.

Besonders interessant finde ich die Wetterapp und die BBCH Bestimmer App.

Die BBCH Bestimmer App ist sicher auch für so manchen Hobbywinzer mit entsprechenden Handy  eine sinnvolle Einrichtung.  Alles weitere ist recht gut auf der Bayer Seite erklärt.

Weinbauberater – Sachbearbeiter Weinbau für das sächsische Weinland Dienstag, 03. Januar 2012

Der Weinbauverband Sachsen informiert auf seiner Seite zur Tätigkeit von Herr Frieder Tränkner. Herr Tränker ist seit 2006 im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Gartenbau Großenhain und seit 2008 im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie für die Aufgaben des Sachbearbeiters Weinbau zu ständig.

Er ist damit der  Ansprechpartner für die sächsischen Winzer und kümmert sich insbesondee um folgende Angelegenheiten:
– Änderungen und Neueintragungen in der Weinbaukartei, Rode- und
Wiederbepflanzungsmeldungen)
– Meldungen nach Weinrechts DVO (Ernte- u. Bestandsmeldung)
– Bearbeiten von Förderanträgen (investive einzelbetriebliche
Förderung, Umstrukturierung, Sanierung von Weinbergmauern)
– Weinbauliche Beratung (Pflanzenschutz, Düngung)

Gleichzeitig wirkt Herr Tränkner im Sachverständigenausschuss Weinbau im Rahmen von Genehmigungsverfahren für die Gewährung von Pflanzrechten mit.

Ansprechpartner: Herr Frieder Tränkner
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Außenstelle Großenhain
Remonteplatz 2, 01558 Großenhain
Tel.: 03522-311 323
Internet: www.smul.sachsen.de/lfulg

Rebschutz am Telefon für das sächsische Weinland Dienstag, 03. Januar 2012


Die Landesanstalt für Landwirtschaft hat für die Sächsischen Winzer  einen kostenlosen telefonischen Ansagedienst zum Rebschutz eingerichtet (Der Ansagedienst ist kostenlos – es fällt ggf. der Ortstarif der Deutschen Telekom an).

Der Ansagedienst ist unter der Telefonnummer 0351-440 83 29 mit  wöchentlich aktualisierten Hinweise zum Pflanzenschutz zum Weinbau jederzeit abrufbar. Je nach Witterung und Entwicklung der Rebstöcke wird ein gezielter Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel empfohlen.

Wir werden an dieser Stelle die jeweils empfohlenen Produkte  und Pflanzenschutzmittel wöchentlich bewerben und die Verfügbarkeit sicherstellen.Bei Fragen oder vorberstellungen können sie sich wie gewohnt an unsere Mitarbeiter unter 0351-48 28 98 0 wenden.

800 Jahre Tradition – ohne Nachwuchs? Donnerstag, 23. Juni 2011

Die SZ (Sächsische Zeitung) hat in der Ausgabe vom 22.06.2011 eine halbe Seite ganz dem Elbdorf Zadel und der Sektprinzessin Heike Tietze gewidmet . Wenngleich der pathetische Zuschnitt des Beitrages nicht so recht in unser Format passt, wollen wir dennoch ein bisschen die angeschnittenen Themen wiedergeben. Auch weil schon jetzt bei der SZ der Beitrag nicht mehr öffentlich ist….?

Interessant sind vorallem die beschrieben Wege zum Weinbau vor der Wende. Also aus jener Zeit, als Weintrauben noch als eine harte Währung auf dem Markt galten und das damit verbundene Interesse möglichst viele Traube im Jahr zu ernten. Diese Mentalität ist trotz fühlbarer Veränderung im Hinblick auf das zu erreichende Traubengeld immer noch stark verankert. Sicher auch ein wenig begünstigt durch die veränderten Weinbaubedingungen in der Region halten heute immer noch einige am Masse – Credo fest und sind dennoch überrascht, dass der Nachwuchs nur wenig Interesse zeigt, in die mühsame Nebenerwerbsbeschäftigung als Winzer auf die alte mini Rebfläche einzusteigen.

Der Verweis auf die Nachwuchsprobleme und die Abwanderung von jungen Weinbauaktivisten könnte den Verantwortlichen im Weinbauverband, der Verpächter oder des Freistaates Motiv werden Struktur und Gesicht des sächsischen Weinbaues mittelfristig neu zu orientieren. Besonders die Zersplitterung der Weinberge in kleinste Parzellen und die geringe fachliche Unterstützung bei der Ansprache von Interessierten haben in einigen Anbaulagen zu grotesken Situationen geführt. Nur eine mittelfristige Zusammenlegung auf sinnvolle Rebflächen vom mehreren 1000qm kann das absehbare Bewirtschaftungsproblem lösen. Auch im Terrassenanbau sollten Anlagen entstehen, die einen tatsächlichen bzw. theoretischen Nebenerwerb erlauben. Der Einsatz von modernen Anbautechniken und Hilfsmitteln in neu geschaffenen größeren Rebflächen steigert nach unserer Überzeugung auch die Attraktivität des Weinbaues und rückt die geleistete Arbeitszeit in ein sinnvolles Verhältnis zum möglichen Erfolg. Die Steigerung der Motivation zur beruflichen Qualifikation der potentiellen Nebenerwerbswinzer könnte dann im Wirkungszusammenhang der eingebrachten Arbeitszeit im Weinberg und einem qualitativen Ertrag automatisch verzeichnet werden.