Weinreben pflanzen – Rebschule Freytag Freitag, 13. März 2015

Die Pflanzsaison steht vor der Tür und wir haben ein Video der Rebschule Freytag für Sie auch auf unserer Seite eingebettet, um erste Frage zur Pflanzung von Weinreben zu beantworten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen dazu auch per Telefon oder per Mail für weitere Fragen und natürlich für Ihre Bestellung zur Verfügung.

Weitere Angebote zu Reben und Weinbauartikeln finden sie unter http://weinbau24.de und http://profi.weinbau24.de.

Auch für Weingüter und Weinerzeuger sind wir die richtige Adresse, wenn es um Weinbau und Weinkeller geht, fordern Sie Ihr Angebot für Ihr Vorhaben bei uns an und lassen sie sich mit guten Preisen und besten Service überzeugen.

Änderung Sachkundenachweis bzw. Fortbildungspflicht im Pflanzenschutz Montag, 20. Januar 2014

Mit der Änderung im Pflanzenschutzgesetz hat sich auch der entsprechende Nachweis für die Sachkunde geändert. Alle Personen, die gewerblich Pflanzenschutzmittel anwenden, abgeben oder zum Pflanzenschutz beraten, benötigen künftig auf der Grundlage des Pflanzenschutzgesetzes vom 14.02.2012 eine Sachkundenachweiskarte, d.h. einen aktuellen Sachkundenachweis– nicht älter als drei Jahre –

Zu dem Personenkreis der Anwender zählen neben den Landwirten, Winzern und Obstbauern auch Mitarbeiter der Kommunen, Hausmeister sowie alle Dienstleister, die Pflanzenschutzmittel ausbringen.

Wo und bis Wann kann ich eine Sachkundenachweiskarte beantragen

Die Sachkundenachweiskarte kann ab Januar 2014 bei der zuständigen Behörde beantragt werden.

Sachsen: Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (Antrag)

Thüringen: Landwirtschaftsamt des jeweiligen Wohnortes (Antrag)

Sachsen-Anhalt: Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) (Antrag)

Zum Antrag sind zudem Nachweise über den anerkannten Berufsabschluss bzw. das Zeugnis über die Sachkundeprüfung in Kopie beizufügen.

Alle Winzer und Personen, die derzeit sachkundig sind, müssen bis Mitte 2015 den Antrag an die zuständige Behörde richten. Der Antrag mit den entsprechenden Nachweisen kann schriftlich oder elektronisch eingereicht werden. Bei der elektronischen Zusendung sind die Nachweise in lesbarer Form einzuscannen.  Das Antragsformular und die Übersicht zu den anerkannten Berufsabschlüssen für eine Sachkundenachweiskarte sind im Internet abrufbar.

Wenn kein Antrag bei der jeweilig zuständigen Behörde eingereicht wird, gilt die bisherige Sachkunde nur noch bis zum 26. November 2015.

Bitte beachten Sie, dass die Ausstellung der Sachkundenachweiskarte kostenpflichtig ist und je nach Bundesland und Person ca. 30 – 60 Euro kostet.
Regelmäßig Fortbildungen ab 2014

Alle Traubenerzeuger und Winzer – Sachkundigen – sind zudem verpflichtet, innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren an einer anerkannten Fortbildung teilzunehmen.

Bitte beachten Sie , dass alle Sachkundigen, die vor dem 14. Februar 2012 einen Sachkundenachweis inne hatten damit nur noch einen Sachkundennachweis bis zum 31. Dezember 2015 besitzen . Personen dagegen, die sich ab dem 14. Februar 2012 in einer Aus-, Fort- und Weiterbildung befanden bzw. befinden, beginnt der Zeitraum ab der erstmaligen Ausstellung der Sachkundenachweiskarte.

Sobald Fortbildungsveranstaltungen zur Pflanzenschutzsachkunde in Sachsen, Thüringen und Sachsen- Anhalt angeboten werden, informieren wir Sie an dieser Stelle

Weitere Infos erhalten Sie zudem bei den zuständigen Behörden der Länder.
Antragstelle Sachkundenachweiskarte Sachsen:

LfULG, Außenstelle Rötha
Frau Schuster (Tel.: 034206 / 589-15), Frau Groß-Ophoff (Tel.: 034206 / 589-51)
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 04571 Rötha
Fax: 034206 / 589-60
E-Mail: Pflanzenschutzsachkunde.LfULG@smul.sachsen.de

Ansprechpartner LfULG Fortbildung:
Herr Prkno (Tel.: 0351 8928-3405)
E-Mail: ingolf.prkno@smul.sachsen.de
Antragstelle Sachkundenachweiskarte Thüring:

Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft

Referat Pflanzenschutz

Frau Gößner (Tel.: 036427 / 868 122),

Herr Götz (Leiter Referat Pflanzenschutz) (Tel.: 0361 / 55068 – 0

Apoldaer Straße 4, 07774 Dornburg-Camburg

Fax: 036427-22340

Mail: pflanzenschutz@tll.thueringen.de

Antragstelle Sachkundenachweiskarte Sachsen-Anhalt:

Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Mitte
Sachgebiet Pflanzenschutz
Frau Müggenburg (Tel.: 03941 / 671 166), Frau Röhrig Tel.: (03941 / 671 167)

Große Ringstraße 20, 38820 Halberstadt

Fax: 03941/ 671 199

E-Mail: poststelle@hbs.alff.mlu.sachsen-anhalt.de

E-Mail: Irene.Mueggenburg@alff.mlu.sachsen-anhalt.de

E-Mail: Gudrun.Roehrig@alff.mlu.sachsen-anhalt.de

 

Übersicht

Fortbildung zur Erlangung der Sachkunde Pflanzenschutz gemäß § 9 Absatz 4 Pflanzenschutzgesetz:  Stand 20.01.2014

Schwarzholzkrankheit auch bei uns auf dem Vormarsch Freitag, 06. Dezember 2013

Schwarzholzkrankheit – eine neue Herausforderung für den deutschen Weinbau

 

In den letzten Jahren hat sich eine Krankheit im Weinbau weiter verbreitet und stellt heute fast alle Weinbaugebiete vor neue Herausforderungen. Die Phytoplasmose Schwarzholzkrankheit wurde schon in den Sechzigerjahren in Deutschland festgestellt und beschränkte sich zunächst mit einem recht komplexen Infektionszyklus auf die heimische Ackerwinde. Die Schwarzholzkrankheit wird dabei von sogenannten Phytoplasmen ausgelöst. Diese zellwandlosen und pflanzenpathogenen Bakterien besitzen lediglich ein reduziertes Genom und sind somit auf einen Wirt zum Überleben angewiesen. Besonders die Winzer mit Riesling, Kerner, Scheurebe, Lemberger, Dornfelder und Chardonnay hatten in der Vergangenheit trotz einer unzähligen Anzahl von Phytoplasmen ausschliesslich mit der Wirts- und Verbreitungspflanze, der Ackerwinde, zu kämpfen. Dabei nahmen die im Boden lebenden Larven (Nymphen) das Bakterium über die Nahrungsquelle der Wurzeln der Ackerwinde auf. Die adulten Zikaden übertrugen dann während der Flugphase die Phytoplasmen an benachbarte Weinreben.

Die infizierten Weinstöcke zeigen dann recht schnell gelbe und rote Blattverfärbungen. Zudem rollen sich die Blätter ein, bzw. ist auch Nekrotisierung erkennbar. Die Schwarzholzkrankheit verhindert damit die Verholzung und fördert das Absterben der Triebe. Auch die Trauben werden in Mitleidenschaft gezogen. Diese Symptome können aber als unspezifische Erscheinungen bezeichnet werden, spiegeln sie doch letztlich eine Abwehrreaktion der Weinreben gegen die Phytoplasmen wider. Neben der offensichtlichen Schädigung der Weinstöcke führt die Störung des Photosystems und des Phytohormonhaushalts auch zu erheblicher Qualitätsreduzierung, da die geschädigten Trauben als sauer und bitter wahrgenommen werden.

Aktuell wird zudem ein weiterer Infektionszyklus dieser ertrags- und qualitätsmindernden bakteriellen Krankheit in einigen deutschen Anbaugebieten deutlich. Zwar ist die Brennnessel als Wirtspflanze bereits aus südlichen Weinbaugebieten bekannt, hatte aber mit der Schweiz eine nördliche Verbreitungsgrenze. Die Bakterien, die die Brennnessel als Wirtspflanze besiedeln, unterscheiden sich genetisch von den Bakterien der Ackerwinde. Zudem sind die beteiligten Zikaden (Vektoren) ebenfalls verschiedene Unterarten, so dass eine doppelte Verbreitungs- und Ausbreitungsbelastung für die Weinreben entstehen kann.

Die Bekämpfung der Phytoplasmen ist in beiden Fällen recht schwer, insbesondere die Bekämpfung der übertragenden Zikade während der kurzen Flugphase muss als unmöglich verworfen werden. Der Fokus liegt daher bei der Wirtspflanze und der damit verbundenen Vernichtung in der unmittelbaren Umgebung zum Weinberg. Besonders die auf der Ertragsfläche vorgefundenen Wirtspflanzen – Ackerwinde und Brennnessel – sollten vollständig beseitigt werden. Zudem kann der Einsatz von Weinbergsbegrünung / Kräutermischungen die weitere Besiedlung mit Ackerwinde und Brennnessel verhindern.

Bereits befallene Rebstöcke und infizierte Teile sollten bereits im Sommer, bzw. sofort mit einem Rückschnitt bedacht werden. Diese Stöcke erholen sich in der Regel gut und gleichzeitig wird ein Übergreifen auf andere Stöcke und Rebteile vermieden.

KIESEL Kellereitechnik bei Weinbau24.de Mittwoch, 25. Juli 2012

Wir freuen uns, dass wir in Zukunft die Firma G.A. Kiesel GmbH im MDR Gebiet vertreten dürfen. Die weithin geschätzte Kellertechnik der Heilbronner Produktionsfirma wird vielen Winzern und Weinerzeugern nicht unbekannt sein. Im Bereich der Kellertechnik sind wir nun in der Lage für Ihre Anfragen und Wünsche KIESEL Rohrleitungen, Pumpen, Rührgeräte, Reinigungstechnik, Flotationsklärung, Umkehrosmose, Wärmetechnik und Armaturen anzubieten.  Besonders das breite Angebot von KIESEL für jede Betriebsgröße, angefangen vom selbstständigen Winzer bis hin zu großen Genossenschaftskellereien, hat uns überzeugt, mit den guten Produkten von KIESEL die passenden Antworten auf Ihre Herausforderungen im Keller geben können.

Einige KIESEL Produkte werden Sie zur Information in den nächsten Wochen auch auf unserer Gewerbekundenseite  http://profi.weinbau24.de nachlesen können. Selbstverständlich möchten wir aber mit Ihnen ins Gespräch kommen und das passende Gerät für Ihren Keller und Ihr Vorhaben mit Ihnen auswählen.

http://kiesel-online.de/img/kellereitechnik/exzenterschneckenpumpe_sp12m.jpg

 

Ein kurzer Überblick auf die Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit KIESEL möchten wir aber  dennoch schon heute geben. Die Exzenterschneckenpumpen haben sich in den letzten Jahrzehnten in den Weinkellern  bzw. in der gesamten  Getränkeindustrie durchgesetzt und zählen heute wohl zu den am häufigsten eingesetzten Verdrängerpumpen. Neben der schonenden Behandlung von Most, Maische und Wein, einem nahezu pulsationsfreien und regulierbaren Förderstrom, ist sicher auch die Fähigkeit des Selbstansaugens ein Vorteil der Exzenterschneckenpumpe gegenüber anderen Techniken. Aber vorallem die universelle Einsatzmöglichkeit im Weinkeller, d.h. die Möglichkeit fast alle Medien zu fördern, egal ob flüssig oder hochviskos hat wohl den Siegeszug dieser Pumpenart begründet.

KIESEL Exzenterschneckenpumpen haben sich neben diesem allgemeinen Trend durch hohe Qualitätsanforderungen an sich selbst und Ihre Produkte als besonders geeignet für die Getränkeindustrie entwicklt. So ist der Pumpenhersteller KIESEL zertifiziert nach EN ISO 9001. Jede Pumpe unterliegt einer Endprüfung mit Prüfprotokollen. Die Ausführung aller KIESEL Produkte entspricht der CE-Norm und wird durch eine Konformitätsbescheinigung bei jeder Pumpe bestätigt.  Zudem garantiert die Firma G.A KIESEL  einen Ersatzteildienst innerhalb von 24 Stunden und den Erhalt der wichtigsten Ersatzteile für 15 Jahre.

Gute Gründe für den Kauf einer KIESEL Exzenterschneckenpumpe und für Weinbau24.de mit der Zusammenarbeit mit KIESEL zu beginnen.

KIESEL bietet für Ihre Anforderungen und für die Weinerstellung die Pumpen in den Baureihen M, B, FT, FTF und TP an. Für einen stationären Einbau können wir die Pumpen mit Flanschanschlüssen und Edelstahlgrundrahmen ausrüsten.

 

Pumpengrößen: SP 02 bis SP 30
Fördermenge: 10 ltr/h bis 200.000 ltr/h
Maximale Saughöhe: geodätisch bis 9 m WS
Maximale Druckhöhe: 6 bar einstufiger Stator, 12 bar zweistufiger Stator, 24 bar vierstufiger Stator
Maximale Temperatur: bis 145°C (Dämpfen mit Volldampf)

Protektion und Optimierung bei der Mostverarbeitung Samstag, 02. Juni 2012

Wir freuen uns besonderes , dass wir auf unsere Eröffnungsfeier auch Herrn Kanzler von Erbslöh Geisenheim für einen Kurzvortrag gewinnen konnten. Herr Kanzler wird mit seinen Ausführungen ein wenig der Weinsaison vorgreifen und zu bestimmten Aspekten der Mostverarbeitung  sprechen. Im Zentrum des Vortrages stehen dabei mögliche Optimierungen und natürlich Maßnahmen zum nachhaltige Schutz des Mosts. Diese Überlegungen tangieren letztlich alle Arbeiten von der Weinlese bis hin zur Herstellung eines klaren Gärmostes.  Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

Entwicklungsstadium der Rebe mit dem Handy erkennen Freitag, 11. Mai 2012

http://apps.baydir.de/Styles/img/bay_dir_app_header_2.jpg

 

Unter http://apps.baydir.de, einer Seite des Bayer Konzerns,   findet der interessierte Winzer und Obstbauer eine Reihe kleiner Helfer für die Arbeit auf dem Weinberg oder in der Obstplantage.

Besonders interessant finde ich die Wetterapp und die BBCH Bestimmer App.

Die BBCH Bestimmer App ist sicher auch für so manchen Hobbywinzer mit entsprechenden Handy  eine sinnvolle Einrichtung.  Alles weitere ist recht gut auf der Bayer Seite erklärt.

Rebenvorbestellung Dienstag, 14. Februar 2012

Die Rebenvorbestellungszeit geht in die heiße Phase.
Auf Grund der niedrigen Temperaturen und schlechten Witterungsverhältniss im Vorjahr erlitten viele Jungfelder starke Frostschhäden. Dies führt zu einer starken Begrenzung des Rebenangebotes in diesem Jahr. Einige Sorten sind schon zum jetzigen Zeitpunkt schwer lieferbar.

Eine schnelle und rechtzeitige Bestellung der Reben garantiert ihnen eine vollständige Belieferung im Frühjahr 2012.
Eine detailierte Beschreibung zu den einzellnen Rebsorten finden sie in unserem Weinbau-Wiki in der Sektion Wissen. Neben allgemeinen Informationen zu den Rebsorten finden sie auch spezielle Sortenmerkmale sowie Vor- und Nachteile.

Selbstverständlich beantworten wir auch persönlich ihre Fragen unter der Nummer: 0351-4828980 oder per E-Mail: info@weinbau24.de

Gern können sie auch in unserem neuen Laden auf der Carrierastraße 11-13 in Dresden-Übigau vorbei schauen.

Sollte Sie eine bestimmte Rebsorte wünschen, welche nicht in unserem Shop zu finden ist, z.b. – Bacchus, Blaufränkisch, Burgunder, Elbling, Faberrebe, Gamay, Gewürztraminer, Gutedel, Huxelrebe, Kerner, Lagrein, Limberger, Merlot, Morio-Muskat, Müllerrebe, Muskat-Ottonel, Neuburger, Ortega, Portugieser, Trollinger, Veltliner, Welschriesling, Zweigelrebe – können sie uns auch gern eine Mail als Anfrage senden. Der genaue Versandtermin wird in Absprache mit dem Rebproduzenten Volker Freytag und unter Berücksichtigung der Witterung festgelegt. (Ende März – April)

Einen Überblick über die bereits im Sortiment enthaltenen Pfropfreben finden sie hier.

Müller-Thurgau

Silvaner

Silvaner

Scheurebe

Scheurebe

Weißburgunder

Weißburgunder

Grauburgunder

Grauburgunder

Chardonnay

Chardonnay

Riesling

Riesling

Goldriesling

Goldriesling

Blauer
Portugieser

Saint Laurent

Regent

Dunkelfelder

Dornfelder

Dornfelder

Spätburgunder

Spätburgunder

 

800 Jahre Tradition – ohne Nachwuchs? Donnerstag, 23. Juni 2011

Die SZ (Sächsische Zeitung) hat in der Ausgabe vom 22.06.2011 eine halbe Seite ganz dem Elbdorf Zadel und der Sektprinzessin Heike Tietze gewidmet . Wenngleich der pathetische Zuschnitt des Beitrages nicht so recht in unser Format passt, wollen wir dennoch ein bisschen die angeschnittenen Themen wiedergeben. Auch weil schon jetzt bei der SZ der Beitrag nicht mehr öffentlich ist….?

Interessant sind vorallem die beschrieben Wege zum Weinbau vor der Wende. Also aus jener Zeit, als Weintrauben noch als eine harte Währung auf dem Markt galten und das damit verbundene Interesse möglichst viele Traube im Jahr zu ernten. Diese Mentalität ist trotz fühlbarer Veränderung im Hinblick auf das zu erreichende Traubengeld immer noch stark verankert. Sicher auch ein wenig begünstigt durch die veränderten Weinbaubedingungen in der Region halten heute immer noch einige am Masse – Credo fest und sind dennoch überrascht, dass der Nachwuchs nur wenig Interesse zeigt, in die mühsame Nebenerwerbsbeschäftigung als Winzer auf die alte mini Rebfläche einzusteigen.

Der Verweis auf die Nachwuchsprobleme und die Abwanderung von jungen Weinbauaktivisten könnte den Verantwortlichen im Weinbauverband, der Verpächter oder des Freistaates Motiv werden Struktur und Gesicht des sächsischen Weinbaues mittelfristig neu zu orientieren. Besonders die Zersplitterung der Weinberge in kleinste Parzellen und die geringe fachliche Unterstützung bei der Ansprache von Interessierten haben in einigen Anbaulagen zu grotesken Situationen geführt. Nur eine mittelfristige Zusammenlegung auf sinnvolle Rebflächen vom mehreren 1000qm kann das absehbare Bewirtschaftungsproblem lösen. Auch im Terrassenanbau sollten Anlagen entstehen, die einen tatsächlichen bzw. theoretischen Nebenerwerb erlauben. Der Einsatz von modernen Anbautechniken und Hilfsmitteln in neu geschaffenen größeren Rebflächen steigert nach unserer Überzeugung auch die Attraktivität des Weinbaues und rückt die geleistete Arbeitszeit in ein sinnvolles Verhältnis zum möglichen Erfolg. Die Steigerung der Motivation zur beruflichen Qualifikation der potentiellen Nebenerwerbswinzer könnte dann im Wirkungszusammenhang der eingebrachten Arbeitszeit im Weinberg und einem qualitativen Ertrag automatisch verzeichnet werden.

Aktuelle Statistik zu kontrollierten Pflanzenschutzgeräten Sonntag, 05. Juni 2011

Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter, Pilzkrankheiten oder Schädlinge auszubringen, ist Bestandteil der landwirtschaftlichen Praxis auf deutschen Äckern. Auf dem Höhepunkt der „Spritzsaison“ (März – Mai) legt das Julius Kühn-Institut in Braunschweig seine Statistik der Kontrollergebnisse der Spritz- und Sprühgeräte für Flächen- und Raumkulturen vor.

Im Jahr 2010 wurden 23.063 Sprühgeräte für Raumkulturen (wie Obst, Wein oder Hopfen) durch amtliche Kontrolle erfasst und bestanden alle die Kontrolle.

Der „Sprühgeräte-TÜV“ ist in der Bundesrepublik seit 2002 im zweijährigen Turnus für alle Geräte im Weinbau verpflichtend Vorgeschrieben. Rechnet man die Zahlen der vergangenen zwei Jahre zusammen, so erfüllt jedes Spritzgerät, das derzeit auf deutschen Weinbergen eingesetzt wird, die technischen Anforderungen.

Das wichtigste Ergebins der regelmäßigen Kontrollen ist sicher der verbesserte Verbraucherschutz. Aber auch die positive Wirkung für die Umwelt darf dabei nicht unbeachtet bleiben. Insbesondere die Mängel an Pflanzenschutzgeräten hinsichtlich einer unausgewogene Verteilung oder defekte Düsen führten dazu, dass die Mittel nicht dorthin gelangen, wo sie ihren vollen Nutzen entfalten und somit die Umwelt und aber auch den Geldbeutel des Winzers unnötig belasteten. Der regelmäßige „Sprühgeräte -TÜV“ist ein wichtiger  Beitrag zum sachgerechten und ökologisch nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in den deutschen Weinbaugebieten. Eine Erweiterung der Sprühgeräteüberwachung auf alle Geräte und insbesondere auf die Nützergruppe der Nebenerwerbswinzer sollte aber im Sinne der genannten Wirkung auf Umwelt, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit dringend in Betracht gezogen werden. Die Statistik des  Julius Kühn-Instituts aus den letzten dreißig Jahren (Datenerfassung seit 1979) hat zudem gezeigt, dass ein kontinuierlicher Rückgang der Mängel etwa beim Tropfstopp oder der Querverteilung durch die Überprüfung umgesetzt werden konnte, auch weil die Pflichtkontrollen zu einem Umdenken bei den Winzern geführt haben.

Das Julius Kühn-Institut ist federführend bei der Harmonisierung der Pflichtkontrollen in Europa. Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Gerätekontrolle in Deutschland vorbildlich organisiert ist und einen technisch hohes Niveau erreicht hat. Der deutsche Weg und die Gerätekontrolle durch amtlich anerkannte Kontrollbetriebe kann deshalb auch bei Einführung einer EU-einheitlichen Überprüfungspflicht beibehalten werden.

Blattdüngung im Weinberg Mittwoch, 01. Juni 2011

Die Blattdüngung ist bei vielen Weinerzeugern eine feste Größe im Betreib. Besonders die kurzfristige Wirkung – immer dann wenn Mangelerscheinungen bei den Reben deutlich werden – wird als großer Vorteil der Blattdüngung unter den Winzern geschätzt. Die Chlorosebekämpfung kann als spezielles Anwendungsfeld des Blattdüngers bezeichnet werden. Auch in den letzten Jahren mit extremen Wetterbedingungen und verbreiteten Trockenstress und Kältestress konnte der rechtzeitigen und wiederholte Einsatz von Blattdünger Chlorosesymptome zum Teil kurieren.

Die Blattdüngung darf dabei aber nicht in Konnkurrenz zur normalen Grundversorgung mit Nährstoffen aus dem Boden verstanden werden, sondern lediglich als Ergänzung. Die Grundlage für eine ausgewogene Rebenernährung ist daher nur über eine bedarfsgerechte Bodendüngung und Bodenbearbeitung denkbar. Der überweigende Teil der Versorgung mit nötigen Nährstoffe, insbesondere Stickstoff, kann nur über das System Boden – Rebwurzeln erfolgen. Dies wird deutlich, wenn wir uns die Aufnahme von Stickstoff über einen Jahrezeitraum und ha Rebfläche veranschaulichen und die handelsüblichen Stickstoffgehalte in Blattdüngern vergleichen.

Die Ausbringung erfolgt zudem oft im Rahmen des Pflanzenschutzes und bindet keine zusätzliche Arbeitsressourcen. Die positiven Auswirkungen und sogar eine Steigerung der Qualität der Reben kann aber auch nur im Zusammenhang mit anderen fachlich- und zeitlich korrekt durchgeführten Kulturmaßnahmen erzielt werden.

Das Angebot im Handel ist in den letzten Jahren gerade im Bereich der Blattdünger und Wachstumsverstärker deutlich erweitert worden. Oft klagen Winzer und Weinerzeuger über den zum Teil unübersichtlichen Angebotsmarkt. Eine fachliche Beratnung kann daher sicher helfen.

Die Dosierungs- und Anwenderhinweise der Herstellers sollten zudem unbedingt beachtet werden, denn eine Überdosierung zu erheblichen Schäden durch Verbrennung führen kann.

Gern beraten wir Sie in Sachen Blattdünger und stellen Ihnen die nötige Wirkstoffkombination zur Verfügung. Sie können uns unter 0351 / 48 28 98 0 oder per Mail mail@weinbau24.de erreichen.