Roter Brenner – Pseudopezicula tracheiphila Samstag, 28. Februar 2009

Der Pilz pseudopezicula tracheiphila aus der Ordnung der Helotiales befällt die Reben nicht ohne Vorwarnung, vielmehr hat der Rotte Brenner eine mehrjährige Aufbauphase. Der Blattbefall wird Ende Mai bis Anfang Juni zum ersten Mal  sichtbar. Die sogenannten Rotbrennerlagen treten vorallem an flachgründige, steinige, humusarme, trockene Hanglagen auf und befallen den dort häufig angebauten Riesling  Der unterschiedliche Befall bei Weißwein- und Rotweinsorten lässt nur schwer auf eine gemeinsame Krankheitsursache schliessen. So treten große, helle, später gelbbraune und von den Blattnerven begrenzte Flecken bei Weißweinsorten auf und hingegen tief- bis rubinrote Flecken bei Rotweinsorten.
Auch andere Rebbestandteile können befallen werden und befallenes Gescheine kann vertrocknet.
Ein wirtschaftlicher Schade entsteht dann in Folge des Blattwerkverlustes. Ein zweiter Befall im Spätsommer ist zudem nicht ausgeschlossen.

Der Pilz überwintert im abgeworfenen Laub. Im Frühling bildet er bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Temperaturen über 10°C schwärzliche, schüsselförmige Fruchtkörper mit einem Durchmesser von 0,5mm. Diese setzen, insbesondere nach Niederschlägen im April und Mai, Nebensporen frei, die die frischen Blätter der Weinpflanzen befallen.

Die Bekämpfung sollte frühzeitig und vorbeugend stattzufinden, das heißt wenn vier bis fünf Blätter entwickelt sind, sollte gespritzt werden . Ausserdem kann schon die Beseitigung des befallenen Laubes des Vorjahres die Pilzausbreitung im neuen Jahre erheblich reduzieren.

Trends der Rebenzüchtung – 14.05.2009 Montag, 23. Februar 2009

Herr Professor Ernst Rühl von der Forschungsanstalt Geisenheim ist zu Gast bei der 4. Veranstaltung zum Weinbau und Weinkultur im Weingutmuseum Hoflößnitz. Unter dem Thema „Trends der Rebenzüchtung“  läd die Stiftung im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe  am 14.05.2009 ein.

Weinbergspflanzen und Klimawandel – 16.04.2009 Montag, 23. Februar 2009

Die Stiftung Weingutmuseum Hoflößnitz läd im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe Weinbau und Weinkultur am 16. April 2009  zum 3. Teil  „Weinbergspflanzen und Klimawandel“

Falscher Mehltau – Peronospora – Blattfallkrankheit Montag, 23. Februar 2009

Der Plasmopara viticola Pilz führt zu einer sehr ernsten und gefährlichen Reberkrankung. Mit Peronospora oder falschem Mehltau befallene Reben haben weiße Beläge auf der Blattunterseite und können das gesamte Blattwerk verlieren.  Feuchtwarme Wetterverhältnisse begünstigen die Entwicklung des Pilzes.  Die Reben können mit Pilzbekämpfungsmitteln (Fungiziden) und mit Kupferlösung behandelt werden.

Echter Mehltau – Oidium Montag, 23. Februar 2009

Unter echtem Mehltau versteht man den weiße Pilzbelag auf allen grünen Teilen des Rebstockes,  insbesondere an den Blättern und an den Trauben.  Der Fachausdruck für den echten Mehltau heißt Oidium. Der Pilz wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt und kann erhebliche Ertragsminderung  verursachen. Dem Pilz kann man bei Befall mit Schwefel und organischen Fungiziden zu Leibe rücken.

altes Holz Montag, 23. Februar 2009

Alle mindestens zwei Jahre alten Teile des Rebstockes (Kopf, die Schenkel und die Kordonarmewerde) werden als altes Holz bezeichnet. Die Bezeichnung altes Holz steht aber der wichtige Funktion als Reservestoffspeicher ein wenig unglücklich gegenüber.

Vieilles Vignes – alte Weinstöcke Samstag, 21. Februar 2009

Alte Weinstöcke sind gerade bei der Übernahme eines Weinberges eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Häufig werden diesen vieilles vignes geringe Erträge unterstellt und fallen daher nicht selten einer Aufrebung zum Opfer. Alte Weinstöcke können aber durchaus ihre Berechtigung haben, denn Zucker und andere qualitätsbestimmende Elemente lassen sich bei gesunden Altreben verstärkt nachweisen.  Dafür spricht auch das gleichlautende Label vieilles vignes auf Etiketten einiger Weine, verbunden mit erhöhten Preisen.

Casillero del Diablo Teil 3 History Samstag, 21. Februar 2009

Casillero del Diablo Teil 2 Carmenere Reserva 2007 Samstag, 21. Februar 2009

Casillero del Diablo Carmenere Reserva 2007

Der Carmenere  von Concha y Toro wurde im letzten Jahr nicht nur mit dem großen internationalen Weinpreis in Silber 2008 Mundus vini ausgezeichnet.

Die Komposition aus 9 Teilen Carmenere und einem Teil  Cabernet Sauvignon Reben, erzeugt einen trockenen und dunkle bis tief roten Wein in einem mehr als überzeugend  guten Preis/Leistungsverhältnis.

Die dichte Struktur mit den sehr starken Aromen Schokolade und Johannisbeere wird von einer unterschwelligen würzigen Spur Kaffeearoma abgerundet.

Wer den Casillero del Diablo Cabernet Sauvignon gut fand, muss den Carmenere unbedingt probieren.

Casillero del Diablo Teil 1 Cabernet Sauvignon Reserva 2007 Samstag, 21. Februar 2009

Casillero del Diablo Cabernet Sauvignon, Reserva 2007
Im weit entfernten Chile, genauer im Central Valley Chile wachsen edle Trauben (Cabernet Sauvignon), die letztlich für einen meiner aktuellen Lieblingsweine verantwortlich gemacht werden können. Der Weinbau in Chile geht noch auf importierte französische Reben aus dem 19. Jahrhundert zurück. Das Erzeugerunternehmen Concha y Toro hat gegenwärtig knapp 6000 ha große Weinbauflächen.  Das besondere Klima in Chile macht es den Weinbauern möglich auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmittel fast vollständig zu verzichten, was letztlich nicht nur ein ökologischer Nebeneffekt ist, sondern der Qualität des Weines zu Gute reicht.
Nach der Lese verbringt der junge Wein ein reichliches halbes Jahr in amerikanischen Eichenholzfässern und gehört zu den internationalen Top 50 in der Kategorie  „Preis/Leistungsverhältnis“. Dieser tiefrote bis lila schimmernde  trockene Rotwein besticht durch  die Aromen (Kirsche und Johannisbeere) und die wohlig weichen Tannine.
Auch ohne Lamm, Wild oder Pasta und Käse eine echte Bereicherung des Abends .  (4,79 g/l Restzucker: 2,8 g/l)
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