Müller-Thurgau Montag, 30. März 2009

Hermann Müller aus dem Thurgau kreuzte die bekannten und bewährten Reben Riesling und Gutedel im 19. Jahrundert und kreierte die nach ihm und der Stadt benannte Sorte Müller-Thurgau, die geschmacklich mit einer leichten Muskatnote ihren Siegeszug antrat. Vor allem in Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn und Slowenien wird diese Weissweinsorte  angebaut. Der Müller-Thurgau ist eine früh reifende Weissweinsorte und ist daher vorallem in nördlich gelegenen Weinanbaugebieten, wie dem Elbtal zu finden.  Am besten entwickelt der Müller-Thurgau seine große Ertragskraft auf feuchten und tiefen Böden. Die erhöhte Anfälligkeit gegenüber des Falschen Mehltau und anderen Krankheiten zieht aber eine verstärkte Pflege nach sich.

Gewürztraminer Montag, 30. März 2009

Mit den unverwechselbaren Aromen der Rose und von Muskat ist der Gewürztraminer besonders im Elsass, Deutschland, Österreich, Schweiz und Norditalien verbreitet. Aber auch in osteuropäischen Weinbaugebieten läßt sich diese Rebe finden. Sogar in den USA und in Neuseeland lassen sich Vertreter dieser Weissweinsorte wiederfinden.  Die späte Lese der anspruchsvollen und raren Trauben ist charakteristisch für den Gewürztraminer. Er belohnt diese intensive Pflege mit einem hohen Alkoholanteil bis hin zu einer öligen Konsistenz und so mancher schmackhaften und erlesenen Spät- oder Auslese mit dem besonderen goldenen Schimmer.

Pflanzenschutz 2009 Freitag, 27. März 2009

Das Jahr 2008 war in vielen Weinbaugebieten ein Oidiumjahr. Für viele Winzer war der massive Befall durch den echten Mehltau überraschend aufgetreten. Besonders im Juni und Juli traten in Rheinhessen und an der Pfalz Oidium nach mehrjähriger Pause  an Blütenständen und Beeren auf. Aber auch andere Pilze wie der falsche Mehltau konnten an der Mosel und in Südbaden verstärkt registriert werden.  Oft waren nur einzelne Winzer betroffen, was den Schluss zu läßt, dass der massive Befall bestimmter Anlagen auf Behandlungsfehler in der Vergangenheit zurückzuführen ist. Gerade der kritische Zeitpunkt, in dem die Rebe besonders Oidium-anfällig ist, also im Zeitraum kurz vor der Blüte bis zur ersten Ausbildung der Beeren, bewirken Behandlungsfehler eine starke Ausbreitung des Pilzes. Der vergangene Mai war deutlich wärmer und führte zu einem guten Wachstum der Pflanzen, ein verkürzter Spritzabstand musste demnach die Anwort auf dieses beschleunigte Wachstum sein.  Zudem muss leider festgestellt werden, dass sich wichtige Fungizidgruppen auch in Folge geringer Wechselintervalle gegen eine zunehmenden Resistenz der zu bekämpfenden Pilze nicht mehr ankommen. Nach dreimaligem Gebrauch innerhalb der Vegetationsperiode sollte daher idealerweise ein Wechsel erfolgen. (Wirkstoffwechsel)

Eine frühe Bekämpfung und erhöhte Wachsamkeit, gerade bei starkem Vorjahresbefall sollten die Basis für die Strategie 2009 bilden. Die Überwinterung des Pilzes in der Rebe läßt sich durch die markanten Oidiumfiguren gut erkennen. Zudem sind die scheinbar eingepuderten Zeigertriebe ein deutliches Zeichen für einen starken Pilzbefall. Aber auch schwächere Zeichen können zu einen folgenschweren Infektion führen.

Schnittzeitpunkt – Zeit für den Rebenschnitt Montag, 09. März 2009

Für viele Winzern kommt jetzt die Zeit des Rebenschnittes. Winzer sollten gerade bei geringem Zeitdruck und kleinen Rebflächen mit dem Schnitt bis Ende März warten um Frostschäden zu vermeiden. Gerade Reben mit geringer Winterfrosthärte wie Dornfelder, Portugieser und Trollinger werden es sicher zu schätzen wissen. Aber auch bei Scheurebe und Müller-Thurgau mit geringer Frosthärte ist ein später Schnitt sicher von Vorteil. Wenn die Weinbau Fläche größer ist und der Schnitt nur gestaffelt erfolgen kann, sollte man mit den frosthärteren Sorten wie Riesling und Goldriesling beginnen und  später  Kerner und Schwarzriesling  folgen lassen. Reben mit mittleren Frosthärten wie Traminer, Gutedel, Spätburgunder, Weißburgunder, Ruländer und Baccus sollten wie die bereits genannten Reben mit geringer Frosthärte so spät wie möglich geschnitten werden.

Der bisweilen harte Winter hat sicher in jedem Bestand seine Spuren hinterlassen.  Eine genaue Bestandsaufnahme der Frostschäden sollte beim Schnitt durchgeführt werden. Schwarz verfärbte Augen sind ein Zeichen für eine Frostschädigung, die mit einem entsprechend längeren Schnitt ausgeglichen werden kann. Auch bei starken Schäden am Auge lassen sich eventuell Teile der möglichen Ernte durch die fruchtbaren Beiaugen insbesondere beim Müller-Thurgau retten.

Aber die Frostgefahr ist nach dem späten Schnitt im März nicht vollständig beseitigt, empfehlenswert ist eine Art Zusatzversicherung hinsichtlich der gefürchteten Maifröste, indem man eine zusätzliche Rute am Stock beläßt und erst Mitte Mai mit allen zusätzlichen schwachen und überzähligen Trieben entfernt.

Schwacher Wuchs – kurzer Schnitt Samstag, 07. März 2009

Schwacher Wuchs – kurzer Schnitt und starker Wuchs – langer Schnitt könnte die Überschrift bei der Kategorie Rebenschnitt lauten. Das richtige Augenmaß beim Schnitt der Rebstöcke bildet neben der obligatorischen Pflege die entscheidende Grundlage für die Qualität und auch die Quantität der Trauben. Nicht selten werden schwache Rebpflanzen mit all zu langen Schnitten zusätzlich an der Ausbildung und am Wachstum ihrer Tauben gehindert. Kümmerliche und schlecht ausgereifte Trauben sind dann oft das Ergebnis bei der Weinlese. Die Berücksichtigung der Wuchsstärke ist daher von zentraler Bedeutung und hier kurz zusammen gefasst.

Der Zapfen sollte Vorrang  gegenüber der Bogrebe haben, denn der Zapfen soll für das nächste Jahre mit seinen zwei Augen für das Zielholz (nächster Zapfen + Bogrebe) sorgen. Achten sollte man auch darauf, dass der Zapfen wenn möglich unter  der Bogrebe steht, damit das Stämmchen in der Höhe des ersten Drahtes im Spalier verbleibt. Die gezählten Triebe, die bis zum letzten Draht ausgebildet wurden, sollten mit den Augen der Bogrebe übereinstimmen. Ein Abstand von 10-15 cm bis zum nächsten Stock sollte gerade bei wuchsstarken Stöcken eingehalten werden, damit sich die Gewächse nicht gegenseitig Schaden.

Das optimale Wachstum der Stöcke durch den richtigen Schnitt, aber auch der nachhaltige Einfluss auf das stockspezifische Wachstum mit der Entscheidung zur Anzahl der verbleibenden Augen ist eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen Weinbau.

Neben dem richtigen Schnitt ist die folgende Pflege der Stöcke von großer Bedeutung. Denn der perfekte Schnitt ersetzt nicht die Bodenpflege, Humusversorgung oder den notwendigen Fungizideinsatz noch eine  Schädlingsbekämpfung.

Großes Gold für deutsche Weine bei der BioFach Samstag, 07. März 2009

Zum 20. Mal traf sich die Bio-Branche in Nürberg zur BioFach. Vom 19.02. bis 22.02.2009 vertraten auch 130 deutsche  Ökoweinen unser Land bei der Messe. Der Trend  zu nachhaltigen und ökologischen Produkten wird auch im laufenden  Jahr sein Wachstum halten. Besonders positiv ist die Auszeichnung von zwei deutschen Weißweinen mit „Großes Gold“. Zum einen der Brudersberg Riesling Großes Gewächs 2007 von St. Antony Weingut und der Weißburgunder Spätlese trocken 2007 von Missbach.

Ökologischer Weinbau wird auf ca. 122000 ha weltweit betrieben.  Rund 100.000 ha der Bio-Weinbaufläche liegt nach Angaben des FiBi in Europa. Deutschland liegt ungeachtet der verhältnismäßig kleinen Anbaufläche unter den Top 10 der Ökoweinbauländern. Die Nachfrage noch Bio-Produkte insbesondere ökologischen Weinen wird auch den Weinbau in Deutschlad weiter in die Bio-Richtung leiten.

Spanien rodet große Rebflächen Samstag, 07. März 2009

Im Rahmen der europäischen Weinmarktreform hat Spanien für das Weinwirtschaftsjahr 2008/09  die Erlaubnis erhalten 43535 ha Rebflächen zu roden. Der spanische Garantiefonds für die Landwirtschaft (FEGA) spricht von 233,8 Mio Euro, die für das Vorhaben zur Verfügung gestellt werden.

Neuer Weinkalender – Meissen 2.Mai 2009 Donnerstag, 05. März 2009

Die Vorstellung des neuen Weinkalenders ist immer wieder ein besonderes Ereigniss in Sachsen. Am  2. Mai 2009 präsentiert die Weinkönigin den neuen Weinkalender und läd interessierte Weinbau Freunde zu dieser ganz besonderen und  beliebten Weinprobe ein. Natürlich werden auch die erste  Texte aus dem Kalender Jahrgang 2010 gelesen. Abgerundet wird die vierte Auflage dieser Veranstaltung mit der gewohnt gemütlichen Atmosphäre und sicher vielen interessanten Geprächen mit anderen Wein und Weinbau Begeisterten .

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr 2. Mai 2009 und kostet 20,00 Euro pro Person.  Neben den obligatorischen Weinproben können sich alle Teilnehmen auf  13 illustre Blätter mit Wort und Bild über sächsischen Wein und Land  und einen kleinen Imbiss im Anschluss an die Veranstaltung freuen .

Winzergenossenschaft Meissen

06.März 2009 – Sächsischen Wein erleben… Donnerstag, 05. März 2009

Am 06. März 2009 läd die Winzergenossenschaft Meissen zur 5. Weinprobe und Kellerführung ins Veranstaltungshaus der Sächsischen Winzergenossenschaft in Meissen ein. Unter dem Motto „Freitags in Meißen“ – Sächsischen Wein erleben…, und einen Kartenpreis von 20,00 Euro erhält man natürlich auch Wein- und  Sektproben .

Schwarzfleckenkrankheit – Phomopsis viticola Sonntag, 01. März 2009

Besonders der Müller-Thurgau ist von dieser fungiziden Reberkrankung betroffen. Die Schwarzfleckenkrankheit kann vorallem im Winter zur Rebenschnittzeit beoachtet werden. Markant sind dabei die lanzettlichen Längsrisse, Verschorfungen und Ausbleichungen der befallenen Rebteile. Die mikroskopisch kleinen Sporenbehälter können sich bei kühler Witterung und viel Niedrschlag besonders im Frühling ausbeiten. Wenngleich die Vermehrung der Schwarzfleckenkrankheit bzw. des Pilzes phomopsis viticola nur zögerich über Wassertropfen erfolgt, ist eine Behandlung bei oben genannten Witterungsverhältnissen geboten.