Das Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg beschäftigt sich im Rahmen des Projekt “Historische Weinberge: Winzer, Denkmalpflege und Naturschutz auf einem gemeinsamen Weg” mit der Zukunft des Terrassenweinbaus.
Die besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere die erhöhten Bewirtschaftungskosten machen den Weinbau auf Terrassen zur gefährdeten Kulturlandschaft. Doch diese Kulturlandschaft ist eben weit mehr als ein agrawirtschaftliche Fläche. In vielen Landesteilen ist diese spezielle Anbaukultur garnicht aus der Umwelt weg zu denken bzw. gestaltet zentral die Kulturlandschaft dieser Regionen. Dies kann dann nur zu einer Vermarktungsstrategie führen, die sich zum einen auf besondere Qualität beruft und zum anderen diese Kulturlandschaft in den Mittelpunkt setzt. Eine Unterstützung und Förderung der öffentliche Wertschätzung des Terrassenweinbaus kann daher nur unterstützt werden. Aber auch die Weitergabe von Wissenbestandteilen und Kenntnissen ist unbedingte Voraussetzung für den Erhalt des Terrassenanbaues. Gerade die vielen Nebenerwerbswinzer / Hobbyweinbauer der Generation 60+ könnten hier eine Schlüsselposition einnehmen bei der Weitergabe von Wissen, Kompetenzen und Idealismus. Hier sei insbesondere an die Kunst des Terrassenbaues / -reperatur verwiesen.
Ideen für eine gezielte Aktivierung von Weinbau-Nachwuchs sind daher sicher in allen Weinbaugebieten gefragt.

Ein Bespiel von der Mosel, die Idee des Aktienweinbergs der MW Mosel-Weinberg AG könnte eine Möglichkeit sein, Interessierte für die Arbeit und den oft sofort entstehenen Idealismus eines Weinbauers zu gewinnen. Hier wird man mit dem Kauf einer Aktie zum Eigentümer eines virtuelles Rebstockes und zum Mitbesitzer eines Traditionsweinberges. Zur Dividende, die natürlich in Wein ausbezahlt wird, kommt der ideele Wert für die Unterstützung eines traditionellen Anbaus an den Steilhängen der Mosel.



