Projekt „Historische Weinberge“ Freitag, 15. Mai 2009

Das Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg beschäftigt sich im Rahmen des  Projekt „Historische Weinberge: Winzer, Denkmalpflege und Naturschutz auf einem gemeinsamen Weg“ mit der Zukunft des Terrassenweinbaus.

Die besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere die erhöhten Bewirtschaftungskosten machen den Weinbau auf Terrassen zur gefährdeten Kulturlandschaft. Doch diese Kulturlandschaft ist eben weit mehr als ein agrawirtschaftliche Fläche.  In vielen Landesteilen ist diese spezielle Anbaukultur garnicht aus der Umwelt weg zu denken bzw. gestaltet zentral die  Kulturlandschaft dieser Regionen.  Dies kann dann nur zu einer Vermarktungsstrategie führen, die sich zum einen auf besondere Qualität beruft und zum anderen diese Kulturlandschaft in den Mittelpunkt setzt.  Eine Unterstützung und Förderung der öffentliche Wertschätzung  des Terrassenweinbaus kann daher nur unterstützt werden. Aber auch die Weitergabe von Wissenbestandteilen und Kenntnissen ist unbedingte Voraussetzung für den Erhalt des Terrassenanbaues.  Gerade die vielen Nebenerwerbswinzer / Hobbyweinbauer der Generation 60+ könnten hier eine Schlüsselposition einnehmen bei der Weitergabe von Wissen, Kompetenzen und Idealismus. Hier sei insbesondere an die Kunst des Terrassenbaues / -reperatur verwiesen.
Ideen für eine gezielte Aktivierung von Weinbau-Nachwuchs sind daher sicher in allen Weinbaugebieten gefragt.

Ein Bespiel von der Mosel,  die Idee des Aktienweinbergs der  MW Mosel-Weinberg AG könnte eine Möglichkeit sein, Interessierte für die Arbeit und den oft sofort entstehenen Idealismus eines Weinbauers zu gewinnen.  Hier wird man mit dem Kauf  einer Aktie zum Eigentümer eines  virtuelles Rebstockes und zum Mitbesitzer eines Traditionsweinberges.  Zur Dividende, die natürlich in Wein ausbezahlt wird, kommt der ideele Wert  für die Unterstützung eines traditionellen Anbaus an den Steilhängen der Mosel.

Anbinden und biegen Freitag, 15. Mai 2009

Das Anbinden der Gerten ist bei feuchter Witterung eine leichte Angelegenheit. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Bereits vor dem Austrieb der ersten Augen sollte das Anbinden stattfinden. Zum einen um der Bogrebe den nötigen Saftstau zu verschaffen und um eine gleichmäßige Ausprägung der Augen an der Bogrebe zu erzielen. Daher ist die Bogrebe grundsätzlich hangabwärts zu biegen. Auch bei feuchter Witterung ist Vorsicht geboten, weil nicht nur starkes Holz leicht brechen kann. Auch einzelne Rebarten sind mit besonderer Zartheit zu biegen. Beispielsweise das Holz des Portugiesers und der Kernerrebe sind brüchig.  Gerade hier könnte eine Ersatzrute als Reserve angelegt werden, die erst dann entfernt wird, wenn die Biegearbeit geglückt ist.

Nach den Eisheiligen … Freitag, 15. Mai 2009

Mit dem 15.05. und nach dem die „kalte Sophie“ an uns vorüber gegangen ist,  können wir auf ein verlässliches Frühlingswetter vertrauen.  Diese Stabilität erlaubt es uns nun die beim Rebenschnitt angelegt Frostrute zu entfernen. Diese Arbeit sollte man sich unbedingt machen, genau wie die wichtige Beseitigung aller schwachen und überzähligen Triebe, um der Rebe nicht unnötig Kraft zu entziehen und auch um die Weinqualität zu sichern.  In diesem Jahr hatte sich die zusätzliche Arbeit mit dem doppelten Rebenschnitt auf Grund der Wetterlage natürlich nicht als sehr sinnvoll erwiesen, dennoch sollte man diesen Aufwand auch in den kommenden Jahren betreiben.  Die vielen Sonnentage und die  warmen Temperaturen haben einen schnelle Wuchs erzeugt und erhöhen die Gefahr für den Ausbruch von Pilzkrankheiten. Die Aufmerksamkeit sollte daher beim Entfernen der Frostrute auch hinsichtlich möglicher Rebkrankheiten verstärkt werden.