Lebenshilfe Dresden und Weinbau24.de Dienstag, 31. August 2010

Schon seit ein paar Jahren arbeiten wir mit der Lebenshilfe in Dresden erfolgreich zusammen. Bei viele kleinen Aufträgen haben uns die Mitarbeiter der verschiedenen Lebenshilfestützpunkte in und um Dresden unterstützt.

Auch bei unserem Weinbau24-Projekt konnten wir auf die helfenden Hände der Lebenshilfe zurückgreifen. Besonders beim Kommissionieren vieler kleiner Packungsgrößen haben uns die Jungs und Mädels von der Lebenshilfe deutlich entlasstet. Wir freuen uns mit der Lebenshilfe auch in Zukunft gut zusammen zu arbeiten und sind ein bisschen Stolz unseren Partner hier an dieser Stelle kurz vorstellen zu können.

Die Lebenshilfe Dresden beschäftigen heute fast 500 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen bzw. chronisch psychischen Erkrankungen in vier verschiedenen Einrichtungen und einer Außenarbeitsgruppe. Die vier Standorte haben verschiede Produktionsprofil und tragen dem unterschiedlichen Unterstützungsbedarf der Mitarbeiter Rechnung. Im Zentrum der Arbeitsweise und Abläufe stehen natürlich die Menschen und ihre individuelle Leistungsfähigkeit. Die Werkstätten helfen die  Leistungsfähigkeiten weiter zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und ermöglichen zudem eine angemessene Entlohnung. Die vorhandenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen durch die Beschäftigung dauerhaft gesichert werden und darüberhinaus ausgebaut werden. Der Rahmen dieser Tätigkeiten ist natürlich ein behindertengerechtes und abwechslungsreiches Arbeitsangebot. Weinbau24 greift dabei vorallem auf die Druckerei Gruppe in Radebeul zurück. Die Lebenshilfe bieten zudem neben den Arbeitsangebot eine Reihe von begleitenden Diensten, die letztlich  zur Erhöhung der Lebensqualität und zur gleichberechtigten Teilhabe am Leben der menschlichen Gemeinschaft notwendige Untersützung für die Mitarbeiter der Lebenshilfe sichern sollen.
Weitere Informationen erhalten interessierte Unternehmen unter :

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung
Ortsverband Dresden e.V.
Schleswiger Straße 17
01157 Dresden
Tel.:  4 24 97 10
Fax:   4 24 97 13
email: Ortsverband@Lebenshilfe-Dresden.de

Neues Erbslöh Qualitätssiegel F3-Fit For Fermentation Montag, 30. August 2010

Der Klimawandel hat nicht nur Einfluss auf die Rebe sondern auch auf die Hefen und somit auch auf die Gärung.

Die Folgen des Klimawandels bewirken höhere Mostgewichte der Trauben und unzureichendes Vitamin- , Mineralien- und Stickstoffangebot für die Hefe. Zudem treten durch die Klimaerwärmung immer mehr und neue Arten von Begleitflora auf, die eine saubere Gärung verzögern und eventuell sogar zu Fehlgärungen und Fehltönen führen können.

Um dem entgegen zu wirken hat Erbslöh ein neues Verfahren entwickelt um die Reinzuchthefen zu stärken und somit einen optimalen Gärverlauf zu sichern.

Das neue F3-Siegel garantiert höchste Qualität und Sicherheit

In dem neuen F3-Erbslöh-Hefeproduktionsprozess werden die anerkannten und wertvollen Erbslöh Oenoferm-Hefestämme bereits bei der Herstellung gestärkt. Für die Anzucht der Hefen wird ein an neuartigen Mineralien und stärkenden Vitaminen reiches Nährmedium verwendet. Von der Vermehrungsphase bis zur optimalen Zelldichte erhalten die Hefen so alles was notwendig ist um die Gärung auch in Stresssituationen bis zur Endvergärung durchzuführen. Durch eine Membranstabilisierung erhalten die Hefen eine deutlich bessere Alkoholtolleranz. Durch diese Optimierung des gesamten Herstellungsprozesses ist der Hefe-Fitness-Standard F3 entstanden.

Im Verlauf der Gärung verliert die Hefe Mineralstoffe und Vitamine wodurch die Aktivität sinkt. Für eine sichere Gärung muss die Hefe fortlaufend mit diesen Substanzen versorgt werden. Für eine optimale Versorgung der Hefen stehen von Erbslöh passende Hefenährstoffe zur Verfügung. Mit dem Rehydrierungsnährstoff VitaDrive und dem Multinährstoffkomplex VitaFerm Ultra wird der Hefe alles zugeführt, was sie für eine optimale Gärung braucht.

wine in moderation – Pressemitteilung August 2010 Montag, 30. August 2010

Das tägliche Viertele senkt das Diabetes-Risiko

Eine Metaanalyse von Wissenschaftlern aus der Technischen Universität Dresden und aus dem Centre for Addiction and Mental Health der Universität von Toronto (Ontario, Canada) belegt, dass regelmäßiger aber mäßiger Genuss alkoholischer Getränke vor der Entwicklung eines Typ-2 Diabetes schützt.*

wineinmoderation und die Deutsche WeinAkademie informieren in Ihrer Pressemitteilung vom August 2010 über die Forschungsergebnisse zur Wirkung von gemäßigtem Alkoholgenusses. Mehr…


* Baliunas DO, Taylor BJ, Irving H, et al. Alcohol as a risk factor for type 2 diabetes: A systematic review and meta-analysis. Diabetes Care 2009;32:2123-32.

Erbslöh Bio-Vinifikation Freitag, 27. August 2010

Die Oenoferm Bio, die erste zertifizierte Bio Weinhefe, erfreut sich auch schon bei uns großer Belebtheit. Aber nicht nur bei Bio Weinerzeugern findet die Bio Weinhefe Verwendung, denn insbesondere die Betonung der Rebsortencharakteristik und des Terroirs lassen konventionell arbeitende  Kellermeister auf die Bio Weinhefe zurückgreifen. Oenoferm Bio wurde als Neuselektion von der Traube und unter zertifizierten biologischen Herstellungsbedingungen entwicklet. Der Hefestamm  Saccharomyces cerevisiae (var.bayanus) verspricht eine reintönige und vollständige Vergärung. Besonders hervorzuheben ist die sehr geringe Sulfitbildung während der Gärung. Der mittlere Stickstoffbedarf und die Alkoholtoleranz bis zu 15 % Volumen  sollten zudem zur Charateristik Oenoferm Bio erwähnt werden.

Oenoferm_Bio

Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihre Frage und Bestellung gerne auch per Mail oder per Telefon 0351 / 48 28 98 0

Trenolin® Frio DF – Kaltklärung bereits ab 5 °C Freitag, 27. August 2010

Wir waren gestern bei Erbslöh in Geisenheim und haben ein paar interessante neue Produkte mit nach Dresden gebracht. Besonders das flüssige und hochaktive Spezialenzym Trenolin® Frio DF könnte für so manchen Keller interessant sein.  Trenolin® Frio DF sorgt für  einen schnellen, effektiven Pektinabbau in Maische und Most bei Kaltmazeration und Kaltklärung bereits ab 5 °C. Die speziell ausgewählten Pektinaserohstoffe sorgen mit eine sehr hohen Umsetzungsrate auch bei extrem niedrigen Temperaturen in der Maische für eine verbesserte Pressenleistung und  fördern bei der Mostbehandlung das Klärverhalten der Moste erheblich.

Trenolin® Frio DF ist zudem depsidasefrei und hinsichtlich aller gültigen Gesetzen und Verordnungen der EU zugelassen.

In der Diskussion wurde vorallem auf die mögliche „Feuerwehr“ Funktion von Trenolin® Frio DF aufmerksam gemacht wurden. Insbesondere dann wenn andere Enzyme nicht die notwendige Wirkung entfalten. Attraktiv sollte der allrounder Trenolin® Frio DF auch für alle kleinen Kellerbetriebs sein, da dieses Spezialenzym in allen relevanten Temperaturen aktiv wirkt und für alle Trauben verwendet werden kann.

Trenolin_Frio_DF

Trenolin® Frio DF kann ab sofort bei uns bestellt werden.

Anfragen und Bestellung erreichen uns am Besten per Mail oder per Telefon 0351 / 48 28 98 0

Die Arbeit trägt Früchte … Mittwoch, 18. August 2010

… wenn auch nicht viele :) Hier eine neue Berichterstattung über den Fortschritt unseres Projekts. Die Trauben reifen und haben sogar schon Farbe bekommen, sonst hat sich seid dem letzten Blogeintrag nicht viel verändert. Das nahmen wir doch gleich mal zum Anlass um den Zuckergehalt der Trauben zu messen und unser Refraktometer auszuprobieren. Dabei kamen wir auf einen Durchschnittlichen Wert von 65° Oechsle. Dieser Wert ist für den jetzigen Zeitpunkt schon sehr gut, da man die Trauben jetzt schon bald zu einem Qualitätswein verarbeiten könnte. Doch um unseren eigenen Wein in einer moderaten Menge herzustellen, tragen die Reben leider zu wenige Trauben. Also werden wir wohl oder übel bis zum nächsten Jahr warten müssen. Wir werden sie natürlich trotzdem weiter auf dem laufenden halten.

Ihr Weinbau24-Team

Oidium – Echter Mehltau Mittwoch, 11. August 2010

Oidium (Oidium Tuckeri) auch bekannt als Echter Mehltau ist eine Pilzkrankheit die wie Peronospora im Weinbau eine große Bedeutung hat, da sie zu beachtlichen Schäden führen kann.

Herkunft:
Der Pilz hat seine Heimat in Nordamerika und wurde von da um 1845 nach Europa eingeschleppt. Im Jahre 1850 hatte sich der Pilz bereits über weite Teile Frankreichs ausgebreitet und wurde auch in Deutschland ( Pfalz, Bodenseeregion) gefunden.

Schadbild:
Der Pilz kann alle grünen Rebteile befallen. Der erste Befall zeigt sich schon im Frühjahr an den jungen Trieben, die im Wachstum zurück bleiben und von einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen sind.(Zeigertriebe). Bei einer Infektion auf der Blattunterseite entsteht ein weißer Pilzrasen und auf der Blattoberseite eine gelbliche Aufhellung (Verwechslungsgefahr mit Ölfleck – Peronospora). Der Pilzrasen kann das gesamte Blatt überziehen was dazu führt das sich die Blätter wölben und brüchig werden. Die Besonderheit bei Oidium, der Pilzbelag ist nur Oberflächlich und lässt sich im Vergleich zu Peronospora abwichen. Die Gescheine werden bei frühzeitigem auftreten mit einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen und sterben später ab. Die noch grünen Beeren werden ebenfalls mit einem weiß-grauen Pilzrasen überzogen der die Beerenhaut zerstört und das Innere der Beere trotzdem weiter wachen lässt. Das führt dazu das die Beeren aufplatzen und die Samen sichtbar werden (Samenbruch). Bei Feuchtigkeit faulen die befallenen Trauben was zu einem totalen Ertragsausfall führen kann. Der Befall an den grünen Trieben macht sich durch graue Flecke bemerkbar, die sich bei einsetzender Holzreife braunviolett verfärben (Oidiumfiguren). Bei sehr starkem Befall kann sich der ganze Trieb violett verfärben.

Biologie:
Der Pilz überwintert hauptsächlich als Mycel zwischen den Knospenschuppen der Zeigertriebe oder in Fruchtkörpern (Cleistothecien) am Holz oder abgefallenen Laub.
Die austreibenden Zeigertriebe sind bereits mit einem Pilzrasen überzogen und es werden neue Sporen gebildet. Diese können bereits bei 6 bis 8°C und hoher Luftfeuchtigkeit keimen. Nach der ersten Infektion die meist keine großen wirtschaftlichen Schäden verursacht breitet sich der Pilz jedoch sehr schnell auf alle grünen Rebteile aus. Heißes trockenes Wetter mit starken Tag- Nacht-Temperaturschwankungen und Taubildung fördern die Entwicklung des Pilzes. Eine Blattnässe wie sie für Peronospora ideal ist wirkt eher hemmend. Dem zufolge ist in Jahre mit hoher Peronospora – Infektion das Oidiumrisiko geringer, umgekehrt begünstigen trockene Jahre das Auftreten von Oidium.

Bekämpfung:
Das klassische Behandlungsmittel gegen Oidium ist Schwefel es sollten aber im Laufe des Jahres auch andere Behandlungsmittel eingesetzt werden.
Neben einer luftigen Erziehungsform sind das anschneiden von gesunden Ruten und das entfernen von Zeigertrieben die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen.
Da der Pilz auf der Rebe überwintert, ist eine genaue Bestimmung des optimalen ersten Bekämpfungszeitpunktes wie bei Peronospora nicht möglich. Über die Auswertung von Wetterdaten kann man versuchen den optimalen Bekämpfungstermin zu bestimmen (wenn die günstige Witterungsverhältnisse für den Pilz herrschen). Bei einem starken Vorjahresbefall (Auftreten von Oidiumfiguren) sollte die erste Bekämpfung frühzeitig erfolgen (BBCH-13). Die Spritzabstände richten sich nach dem Blattzuwachs, Art des Fungizides und der Witterung.

Samenbruch

weiß-grauer Pilzrasen

Oidiumfiguren

Peronospora – Falscher Mehltau Mittwoch, 11. August 2010

Peronospora (Plasmopara viticola) auch bekannt als Falscher Mehltau ist eine Pilzkrankheit die wie Oidium im Weinbau eine große Bedeutung hat, da sie zu beachtlichen Schäden führen kann.

Herkunft:

Der Pilzerreger Plasmopara viticola wurde im Jahre 1878 aus Nordamerika nach Südfrankreich eingeschleppt und verbreitete sich innerhalb weniger Jahre über ganz Europa. Plasmopara viticola

Schadbild:

Der Pilz befällt alle grünen Rebteile. Die ersten Symptome sind gelbliche Flecke (Ölflecke) auf den Blättern, wo sich später ein weißer Pilzrasen (bestehend aus Sporenträgern) auf der Blattunterseite bildet. Durch das Absterben des Gewebes färben sich die befallenen Blätter später braun und fallen ab (Blattfallkrankheit). Die befallenen Gescheine neigen sich nach unten und später ist ebenfalls ein weißer Pilzrasen zu sehen. An befallenen Trauben nach der Blüte schrumpfen die Beeren und färben sich blau-schwarz (Lederbeeren), wobei das Stielgerüst abstirbt. Eine Infektion der Gescheine um die Blüte verursacht die höchsten Ertragsverluste.

Biologie:

Der Pilz überwintert in robusten Wintersporen im abgefallenen Laub und kann in dieser Form bis zu 10 Jahre überleben.

Zwischen Mitte April bis Anfang Juli bei einer guten Durchfeuchtung des Bodens und Temperaturen von mindestens 10° C keimen gewöhnlich die Wintersporen. Dabei werden Sporen freigesetzt die mit Regenspritzern auf die Blätter der Rebe gelangen und durch die Spaltöffnungen Infektionen verursachen. Je nach Temperatur benötigt der Pilz 5 bis 15 Tage für die Mycel-Entwicklung (Ölflecken), bevor neue Sommersporen gebildet werden können(Pilzrasen).

Diese Zeit zwischen Infektion bis Sichtbarwerden der ersten Symptome bezeichnet man als Inkubationszeit.

Eine Besonderheit des Pilzes ist die Sporenbildung.

Diese erfolgt nur nachts, bei Temperaturen ab 12°C und hoher relativer Luftfeuchte oder Vorliegen von Blattnässe. Damit sich die Sorenträger ausbilden können müssen diese Bedingungen mindestens 4 Stunden anhalten. Die Sporenbildung wird um so stärker je länger die feuchte Phase andauert. In kalten Nächten können trotz Nässe keine Sporen gebildet werden. Die optimal Temperatur zur Entwicklung des Pilzes liegt zwischen 22 und 27° C.

Bekämpfung:

Das klassische Behandlungsmittel gegen Peronospora ist Kupfer es sollten aber im Laufe des Jahres auch andere Behandlungsmittel eingesetzt werden. Eine luftige Erziehungform die ein schnelles abtrocknen der Laubwand ermöglicht ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Die Infektionen aus den Wintersporen sind in der Regel schwach und werden daher nicht bekämpft. Sobald es aber zur Bildung von Sommersporen kommt steigt das Infektionsrisiko erheblich an. Peronospora ist auf Regen angewiesen. Regionen mit hohen Niederschlägen im Mai sind daher stärker gefährdet als trockenere Gebiete. Normalerweise beginnen die Routinespritzungen gegen den Pilz zwischen dem 20. und 30. Mai und werden fortgesetzt bis Anfang August. Ab Traubenschluss sind die Trauben wirtschaftlich nicht mehr gefährdet. Zuwachsende Geiztriebe erfordern jedoch einen längeren Schutz. Die Spritzabstände richten sich nach dem Blattzuwachs, Art des Fungizides und der Witterung. Bei trockenen Hochdruckwetterlagen ohne Infektionsrisiko können die Abstände verlängert werden.


Antiresistenz-Management Montag, 09. August 2010

Aufgrund gestiegener Anforderungen gegenüber Nützlingen und der Umwelt enthalten moderne Fungizide (Wirkstoffe gegen Pilze) meist sehr spezifisch wirkende Stoffe, die sehr gezielt nur an wenigen Stellen im Stoffwechsel der Pilze angreifen. Durch diese speziefische Wirkung steigt jedoch die Gefahr der Resistenzentwicklung, wenn der gleiche Wirkstoff zu häufig gegen eine Krankheit eingesetzt wird.

Folgende Grundsätze sind daher bei der Planung der Spritzfolge zu beachten:

– eine vorbeugende Bekämpfung anstreben

– eine gute Benetzung der Pflanze sicherstellen

– kulturtechnische Maßnahmen zur Befallsvorbeugung (luftige Laub, u.s.w.)

– die Gebrauchsanleitungen der Hersteller genau beachten (Aufwandmengen, u.s.w.)

– Wechsel von Fungiziden mit verschiedenen Wirkungsmechanismen (Wirkstoffgruppenwechsel)

Mit Fungiziden, die einer gemeinsamen Wirkstoffgruppe angehören, sollten maximal 3 Behandlungen pro Vegetationsperiode durchgeführt werden.

Aufgrund des besonders hohen Resistenzrisikos bei Botrytis sollte mit den Spezialbotrytiziden (spezielle Mittel gegen Botrytis) pro Mittel maximal 1 Behandlung pro Vegetationsperiode durchgeführt werden.

Es stehen allerdings auch bewährte Fungizide zur Verfügung, die unspezifisch an mehreren Orten im Stoffwechsel des Pilzes angreifen (z.B. Netzschwefelprodukte).

Bei diesen Produkten ist die Gefahr der Resistenzentwicklung auch bei wiederholter Anwendung gering.

Solange es der Befallsdruck zulässt, ist aus resistenztechnischer Sicht die Verwendung von unspezifisch wirkenden Kontaktfungiziden (wirken nur auf der benetzten Fläche) zu bevorzugen.

Anbei eine Liste mit Fungiziden und ihren jeweiligen Wirkstoffgruppen:

Antiresistenzstrategie 2010

Wirkstoff-
kategorie
Handelpräparat Wirkstoff Wirkstoffgruppe Anzahl Anwendungen
Peronospora – Fungizide Maximal 3 Anwendungen
pro Saison für alle Präparate
mit dem selben Buchstaben
(mit der selben Farbe)
A Cabrio Top Pyraclostrobin Strobilurine
A Universalis Azoxystrobin
A Equation Pro Famaoxadone + Oxazolidinedione +
B Cymoxanil Azetamide
A Galactico Famaoxadone + Oxazolidinedione +
B Cymoxanil + Folpet Azetamide
B Akutan Cymoxanil Azetamide
C Forum Gold Dimetomorph + Dithianon Morpholine (CCA)
C Forum Star Dimetomorph + Folpet
C Melodi Combi Iprovalicarb
C Vincare Benthiavalicarb + Folpet
D Fantic F ** Benalaxyl-M + Folpet Phenylamide ** nur eine Anwendung
pro Saison
D Ridomil Gold Combi ** Metalaxyl-M
E Electis * Zoxamide Benzamide
F Mildicut Cyazofamid Sulfonamide
Oidium Fungizide Maximal 3 Anwendungen
pro Saison für alle Präparate
mit dem selben Buchstaben
(mit der selben Farbe)
A Collis Kresoxim-methyl + Strobilurine +
L Boscalid Carboxyanilide
A Cabrio Top Pyraclostrobin Strobilurine
A Discus, Stroby WG Kresoxim-methyl
A Flint Trifloxystrobin
A Universalis Azoxystrobin
G Systane 20 EW Myclobutanil Azole
G Topas Penconazol
H Prosper * Spiroxamine Spiroketalamin
J Talendo Proquinazid Quinazolinone
J Vento Power Quinoxyfen + Chinoline +
G Myclobutanil Azol
K Vivando Metrafenone Benzolphenone
Botrytis Fungizide Maximal 1 Anwendung
pro Saison
L Cantus Boscalid Carboxyanilide
M Scala Pyrimethanil Anilinopyrimidine
M Switch Cyprodinil + Anilinopyrimidine +
N Fludioxinil Phenylpyrrole
O Teldor Fenhexamid Hydroxyanilide
Alle nicht farblich gekennzeichneten Mittel haben mit anderen Mitteln keine Kreuzresistenzen.

* = Möglichst nur 2 Anwendungen wegen Raubmildbenschädigung

Praxisberater bei Weinbau24 Mittwoch, 04. August 2010

Unser Weinbau24 Team wird nun durch einen Weinbergstechniker unterstützt. Besonders für interessierte Hobbywinzer und Weinerzeuger sollten in der Zunkunft viele nützliche Tipps und Anregungen hier im Blog zu finden sein. Natürlich wird sich der Praxisberater hier im Blog  selbst noch einmal vorstellen…

Unser Praxisberater Weinbau steht Ihnen in Zukunft für alle Fragen rund um den Weinberg zur Verfügung. Gerne erstellen wir Ihnen auch spezielle Angebote  für Ihr Vorhaben in Ihrem  Weingut oder auf Ihrer Ertragsfläche.

Rufen Sie uns einfach unter 0351 / 48 28 98 0 an oder kontaktieren Sie uns  unter info@weinbau24.de