Kunststoffdraht im Weinbau Freitag, 30. März 2012

Einsatz von Kunststoffdraht im Weinberg

 

Kunststoffdraht ist schon seit über 20 Jahren im europäischen Weinbau eine feste Größe und eine mancherorts sinnvolle Alternative zu Stahldraht.

Kunststoff bietet mit einer schier unbegrenzten Eigenschaftspalette auch für Dauerkulturen und hier natürlich besonders für den Weinbau ein paar interessante Vorteile gegenüber herkömmlichen Weinbergdrähten.

Zum einen sind es die beständigen und unveränderten Eigenschaften hinsichtlich des Wärmeverhaltens , die den Kunststoffdraht selbst in einem Temperaturbereich von -40 bis 70° C sowohl die dimensionale Stabilität als auch die mechanischen Leistungen bewahren lassen. Auch die Reißfestigkeit mit 2745.862 N beim Draht Typ 3 (2,5mm) oder Reißfestigkeit mit 3726.527 N beim Draht Typ 4 (3,1 mm)bieten gute Werte für Wein- und Obstbau. Bezogen auf die Materialstärke übersteigt die Reißfestigkeit mit 588.399 N/mm² den Werte von galvanisierten Stahldraht (470.72 N/mm²) bzw. normalem Stahldraht (147.10 N /mm²). Der Deltex Draht ist problemlos auch in voll maschinisierten Weinberganlagen einsetzbar und reagiert beispielsweise in keiner Weise auf Vibrationen. Sicher auch das geringe Gewicht muss als Vorteil gegenüber anderen Drahtarten angesprochen werden.

Das Nachspannen ist beim Einsatz von Kunststoffdraht nicht mehr nötig, da der Kunststoff keinen Spannungsverlust mit sich bringt. Bei der Errichtung der Drahtanlage sollte der Deltex Draht aber mit einer 1 % Idealspannung im Spalier installiert werden. Die 1 % Spannung ermitteln Sie anhand der Spalierlänge bzw. Länge des zu spannenden Drahtes. Als Hilfsmittel benötigen Sie einen Flaschenzug und eine Haltekralle.

Das folgende Beispiel ist an eine Spalierlänge von 120 m orientiert. Die 1% Spannung ergeben somit 1,20 m

1. Der Flaschenzug wird auf die 1,2 m gebracht, wobei der Abstand zwischen den markierten Rollen maßgeblich ist.

2. In einem zweiten Schritt wird der Seilzug bis zum Feststellknoten geöffnet.

3.   Nehmen Sie nun die Haltekralle in die eine Hand und betätigen Sie mit dem Daumen die Öffnung der Haltekralle, mit der anderen Hand können sie nun den Draht auf Zug ziehen und in die Haltekralle einlegen.

4.  Drücken Sie die Haltekralle zusammen und ziehen Sie mit der anderen Hand am Seil des Flaschenzugs.  Achten Sie dabei darauf, dass der Draht in der Haltekralle verbleibt.

5. Spannen Sie den Draht bis zum Anschlagknoten des Seiles an der Flaschenzugrolle.

6. Binden Sie nun den Draht am Pfosten fest.

7.  Zudem sollten Sie beim Reparieren oder Flicken möglichst folgenden Knoten verwenden. Alternativ können Sie auch entsprechende Gripple Drahtverbinder einsetzten.

 

 

Luna Neue Produktlinie von Bayer Donnerstag, 29. März 2012

Seit heute ist das erste Produkt der Luna™-Produktfamilie in Deutschland zugelassen. Die jüngste Fungizid-Innovation aus dem Hause Bayer unterstützt die Weinerzeuger mit einem innovativen Werkzeug für die besonderen Bedürfnisse im Wein- und Obstbau. Im Fokus der zurückliegenden Entwicklungsanstrengungen standen zunächst in den USA Kulturen wie Mandeln, Pistazien, Äpfel, Kirschen, Trauben, Kartoffeln und Wassermelonen. Bayer legte besonderen Wert auf die zurückgelegte und intensive Arbeit mit seinen Kunden und allen Akteuren entlang der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette und die damit verbunden Ergebnisse. Nur so sei Bayer in der Lage gewesen, neue Trends und Herausforderungen auch im Weinbau zu verstehen und neue Lösungen für die Kontrolle von Pflanzenkrankheiten voranzutreiben.

Die Luna™-Produktfamilie wurde speziell zum Einsatz gegen problematische Pflanzenkrankheiten entwickelt, die von fungiziden Schaderregern verursacht werden. Dabei liegt das Einsatzfeld von Luna bei über 70 Kulturpflanzen. Neben Wein, Obst und Gemüse ist Luna auch bei Kartoffeln und Blumen einsetzbar. Luna™ mit dem Wirkstoff Fluopyram ermöglicht Wein-, Obst- und Gemüseproduzenten eine erheblich bessere Kontrolle einer breiten Palette fungizider Erkrankungen, insbesondere der Blattfleckenkrankheit (Alternaria), Schorf, Echter Mehltau und Botrytis.

Luna™ verbessert neben einer langfristige Gesundheit der Pflanzen auch die Qualität und die Lagerfähigkeit der Früchte. Luna™ unterstützt somit Weinerzeuger und Obstbauern bei wichtigen Aspekten für eine nachhaltige Erzeugung von Obst und Gemüse und bietet den Anwendern einen echten Mehrwert.


Luna™

PRIVILEGE(1)


Luna™

EXPERIENCE

Wirkstoff: 500g/l FluopyramChemische Klasse:Pyridinyl-Ethyl-BenzamidFormulierung:

SC (Suspensionskonzentrat)

Aufwandsmenge:

Basis:AWM: 0,125 l/ha (max.0,5 l/ha)

 

 

Anwendungen:

max. 1 pro Saison

 

Indikationen:

Botrytis (Keltertrauben)

 

Wartezeit:

28 Tage

 

 

 

Sicherheitsdatenblatt:

http://blog.weinbau24.de/wp-content/uploads/Luna_Privilege_18148_030412_V2.pdf

Bayer Produktinformation:

20671_LunaPrivilege

 

 

 

Wirkstoff:500g/l Fluopyram + 200 g/l TebuconazolChemische Klasse:Pyridinyl-Ethyl-Benzamid + AzolFormulierung:

SC (Suspensionskonzentrat)

Aufwandsmenge:

Weinbau: Basis:AWM: 0,125 l/ha (max.0,5 l/ha)

Kernobst: 0,125 l/ha mKh (Echter Mehltau)

0,25 l/ha mKh (P. Lagerfäule)

Anwendungen:

Weinbau: max. 3 pro Saison

Kernobst: je 2 x Oidium / P. Lagerfäulen

Indikationen:

Oidium und Schwarzfäule (Keltertrauben)

Podosphaera und Lagerfäulen (Kernobst)

Wartezeit:

Weinbau 28 Tage

Obstbau 14 Tage

 

Sicherheitsdatenblatt:

http://blog.weinbau24.de/wp-content/uploads/Luna_Experience_21448_230212_V1_CLP.pdf

Bayer Produktinformation:

20670_LunaExperience

Sicherheitsdatenblatt

 

2. Ostermarkt im Thüringer Weingut Zahn Montag, 12. März 2012

 

Titel: 2. Ostermarkt im Thüringer Weingut Zahn
Ort: Weingut Zahn
Link: www.weingut-zahn.de

Datum: 17.03 – 18.03.2012
Zeit: 12:00 – 18:00 Uhr

Beschreibung: Bald ist es wieder soweit, das Osterfest steht vor der Tür und genau aus diesem Grunde lädt das Weingut Zahn am 17. und 18. März 2012 bereits zum 2. Ostermarkt. An diesem Samstag und Sonntag findet sich für die ganze Familie etwas: neben dem österlichen Basteln und Eselreiten für die Kleinen, gibt es für die Erwachsenen jede Menge Genüsslichkeiten in der Weinstube zu entdecken.

Zudem werden viele Händler aus der Region mit ihren Produkten erwartet. So werden sich auf dem Ostermarkt Holzspielwaren, Textil- und Filzkunst, Gebäck- & Käsespezialitäten, Blumengestecke, Bücher, Porträtzeichner, Keramiken und vieles weitere finden lassen.


Weingut-Zahn
Weinbergstrasse 16
D-99518 Grossheringen
Tel.:  034466 – 20356
Fax:  034466 – 712034

 

EU-Vorschriften für ökologischen Wein Mittwoch, 07. März 2012

(Quelle: http://www.begerow.com/aktuelles/meldungen/neue_eu_vorschriften_fuer_oekologischen_wein_vereinbart.html)

Der Ständige Ausschuss für den ökologischen Landbau (SCOF) hat neue EU-Vorschriften für „ökologischen Wein“ vereinbart, die in Kürze im Amtsblatt veröffentlicht werden. Mit den neuen Bestimmungen, die ab der Ernte 2012 gelten werden, dürfen Bio-Weinbauern den Begriff „ökologischer Wein“ auf ihren Etiketten verwenden. Die Etiketten müssen außerdem mit dem EU-Bio-Logo und der Codenummer der Zertifizierungsstelle versehen sein. Auch die sonstigen Kennzeichnungsvorschriften für Wein müssen eingehalten werden. Zwar gibt es bereits Vorschriften für „Wein aus ökologischen/biologischen Trauben“, diese beziehen sich allerdings nicht auf das Weinbereitungsverfahren, d. h. das gesamte Verfahren von der Traube bis zum Wein. Der Weinsektor ist der einzig Verbleibende, der nicht vollständig von den EU Vorschriften über die Normen des ökologischen Landbaus gemäß Verordnung (EG)
Nr. 834/2007 erfasst wird.

Die neuen Vorschriften bieten den Vorteil einer verbesserten Transparenz und eines höheren Erkennungswerts für Verbraucher. Sie werden nicht nur die Lage auf dem Binnenmarkt vereinfachen, sondern auch die Stellung von ökologischen Weinen aus der EU auf internationaler Ebene stärken, da viele der anderen Weinerzeugerländer (Australien, Chile, Südafrika, USA) bereits Normen für ökologische Weine aufgestellt haben. Mit diesen neuen Rechtsvorschriften ist der ökologische Landbau in der EU nun lückenlos und alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden abgedeckt. Mit den neuen Bestimmungen wird eine Untergruppe von önologischen Verfahren (Weinbereitungsverfahren) und Stoffen für ökologischen Wein festgelegt, die in der Verordnung (EG) Nr. 606/2009 über die gemeinsame Marktorganisation (GMO) für Wein bestimmt wurden. So werden beispielsweise weder Sorbinsäure noch die Entschwefelung erlaubt sein, und der Sulfitgehalt in ökologischem Wein muss mindestens 30-50 mg/l unter dem in herkömmlichem Wein liegen (abhängig vom Restzuckergehalt). Neben diesen spezifischen Vorgaben gelten auch die allgemeinen Vorschriften für die Weinbereitung gemäß der Verordnung über die GMO für Wein. Zusätzlich zu diesen Weinbereitungsverfahren muss „ökologischer Wein“ natürlich außerdem aus ökologischen Trauben hergestellt werden – wie in der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 festgelegt.

Hintergrund
Bisher gibt es keine Vorschriften oder Definition für „ökologischen Wein“ in der EU. Nur Trauben können als „ökologisch/biologisch“ zertifiziert werden, und ausschließlich der Vermerk „Wein aus ökologischen/biologischen Trauben“ ist derzeit erlaubt. Im Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft aus dem Jahr 2004 verpflichtete sich die Kommission zur Festlegung von spezifischen Vorschriften für die ökologische landwirtschaftliche Erzeugung, einschließlich der Weinbereitung. In diesem Zusammenhang wurde das Forschungsprojekt „OrWine“ aus dem 6. Rahmenprogramm finanziert. Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus dem Projekt wurden im Ständigen Ausschuss für den ökologischen Landbau im Juni 2009 erstmals Legislativvorschläge für die Definition von ökologischem Wein vorgelegt, blieben jedoch blockiert und wurden im Juni 2010 zurückgezogen. Die Arbeit wurde 2011 wieder aufgenommen und der Ausschuss gab am 8. Februar 2012 eine befürwortende Stellungnahme zu dem Entwurf ab.

 

Wesentliche Elemente der Vorschläge
Mit den neuen Vorschriften für die ökologische Weinbereitung wird eine technische Definition von ökologischem Wein eingeführt, die den ökologischen Zielen und Grundsätzen der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates über die ökologische/biologische Produktion entspricht. In der Verordnung werden für ökologischen Wein genehmigte önologische Techniken und Stoffe bestimmt. Dazu gehören der zulässige Höchstgehalt an Sulfit, der bei Rotwein auf 100 mg/l (150 mg/l bei herkömmlichem Wein) und bei Weiß-/Rosé-Wein auf 150 mg/l (200 mg/l bei herkömmlichem Wein) festgesetzt ist, wobei eine Abweichung von 30 mg/l zulässig ist, wenn der Restzuckergehalt über 2 g/l liegt.

(Quelle: EU-Pressemitteilung)

Stiftung Warentest testet Multivitaminsäfte Mittwoch, 07. März 2012

Die Stiftung Warentest veröffentlichte auf www.test.de am 02.03.2012 die Ergebnisse des Multivitaminsaft Test.  22 Multivitaminsäfte, die oft mit vielen Früchten auf der Flasche oder der Packung appetitlich locken, mussten sich der scharfen Beurteilung der Stifung unterziehen. Nur selten wurden die Multisäfte der eigenen optischen Aufmachung und dem vermeintlich vollwertigen Fruchtsaft gerecht. Ganz 8 Multivitaminsäfte schnitten sogar mit  „ausreichend“ oder „mangelhaft“ ab. Die Gründe für den Griff zum Multivitaminsaft sind ganz unterschiedlich ausgeprägt, ob nun der Hang zur exo­tischen Saftmi­schung oder der feste Glaube der Vitaminhäufung, der  Test ernüchtert in jeder Hinsicht.  Das in einigen Säften nicht das drin, was drauf steht, wird dabei die wenigsten überraschen.  Der allzu große  Geiz mit Frucht­aromen und der mehrfach festgestellte Hang  viel zu viele Vitamine zuzusetzten,  ist dann noch eine Erwähnung wert.  Die Auswertung im Labor hat bei einigen Säften sehr hohe Konzentrationen von Folsäure und Pantothensäure festgestellt. Mit einigen zugesetzten Getränken würde man/frau ganz unbemerkt die empfohlene Tageszufuhr für fast alle Vitamine locker überschreiten.

Besonders hier lohnt sich selbst erzeugter Saft oder der eigene Obstanbau gleich in doppelter Hinsicht. Fruchtaromen sind nämlich bei Direktsäften reichlich enthalten und die Vitamindosis ist dabei ausgewogen und daher doppelt verträglich.  Und ganz nebenbei kann man/frau sich die Saftzusammensetzung ganz individuell bestimmen und die Fruchtaromen ausschließen, die der handelsübliche Multisaft leider oft ungefragt mitbringt.

(Quelle: http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Multivitaminsaefte-Saftiger-Flop-4334054-4337842/)