Weihnachtsgeschenke bei Weinbau24.de Donnerstag, 12. Dezember 2013

Sie haben einen Winzer in der Familie oder einen Freund der Spass am Weinanbau hat und suchen noch ein kleines Weihnachtspresent? Dann haben wir für Sie ein Paar Geschenkideen zusammengestellt die Sie gern per E-Mail oder Telefon bestellen können. Unter 0351/4828980 beraten Sie unsere Fachleute gern und stellen auch individuelle Geschenke zusammen, die ganz auf den oder die Glückliche zugeschnitten sind. Aus unserem breiten Sortiment für alle Arbeiten im Wein- und Obstbau können Sie Produkte in allen Preisklassen erwerben. Vom einfachen Gärröhrchen über Verkaufsschlager wie die Max Bindezange bis hin zum hochwertigen Edelstahl- oder Holzfass ist für alle etwas dabei. Insbesondere die vielen interessanten Bücher stellen immer wieder ein gutes Geschenk dar.

Geschenkidee Artikel Gesamtpreis
Refraktometer Handrefraktometer

0 – 140°Oe 65,99 €
Gutschein Weißburgunder 0,7l

Dornfelder 0,7l

Gutschein 25€ 39,99 €

oder

Gutschein 50€ 64,99 €

oder

Gutschein 70€ 89,99 €

oder

Gutschein 100€ 114,99 €
Obstbauer Felco 600

Buch Obstkrankheiten

Portugieser 0,7l 54,99 €
Weinkeller Buch Weinkeller

Müller-Thurgau 0,7l

Portugieser 0,7l 34,99 €
VacuVin Kühler

Müller-Thurgau 0,7l

Winzermesser 44,99 €

Schwarzholzkrankheit auch bei uns auf dem Vormarsch Freitag, 06. Dezember 2013

Schwarzholzkrankheit – eine neue Herausforderung für den deutschen Weinbau

 

In den letzten Jahren hat sich eine Krankheit im Weinbau weiter verbreitet und stellt heute fast alle Weinbaugebiete vor neue Herausforderungen. Die Phytoplasmose Schwarzholzkrankheit wurde schon in den Sechzigerjahren in Deutschland festgestellt und beschränkte sich zunächst mit einem recht komplexen Infektionszyklus auf die heimische Ackerwinde. Die Schwarzholzkrankheit wird dabei von sogenannten Phytoplasmen ausgelöst. Diese zellwandlosen und pflanzenpathogenen Bakterien besitzen lediglich ein reduziertes Genom und sind somit auf einen Wirt zum Überleben angewiesen. Besonders die Winzer mit Riesling, Kerner, Scheurebe, Lemberger, Dornfelder und Chardonnay hatten in der Vergangenheit trotz einer unzähligen Anzahl von Phytoplasmen ausschliesslich mit der Wirts- und Verbreitungspflanze, der Ackerwinde, zu kämpfen. Dabei nahmen die im Boden lebenden Larven (Nymphen) das Bakterium über die Nahrungsquelle der Wurzeln der Ackerwinde auf. Die adulten Zikaden übertrugen dann während der Flugphase die Phytoplasmen an benachbarte Weinreben.

Die infizierten Weinstöcke zeigen dann recht schnell gelbe und rote Blattverfärbungen. Zudem rollen sich die Blätter ein, bzw. ist auch Nekrotisierung erkennbar. Die Schwarzholzkrankheit verhindert damit die Verholzung und fördert das Absterben der Triebe. Auch die Trauben werden in Mitleidenschaft gezogen. Diese Symptome können aber als unspezifische Erscheinungen bezeichnet werden, spiegeln sie doch letztlich eine Abwehrreaktion der Weinreben gegen die Phytoplasmen wider. Neben der offensichtlichen Schädigung der Weinstöcke führt die Störung des Photosystems und des Phytohormonhaushalts auch zu erheblicher Qualitätsreduzierung, da die geschädigten Trauben als sauer und bitter wahrgenommen werden.

Aktuell wird zudem ein weiterer Infektionszyklus dieser ertrags- und qualitätsmindernden bakteriellen Krankheit in einigen deutschen Anbaugebieten deutlich. Zwar ist die Brennnessel als Wirtspflanze bereits aus südlichen Weinbaugebieten bekannt, hatte aber mit der Schweiz eine nördliche Verbreitungsgrenze. Die Bakterien, die die Brennnessel als Wirtspflanze besiedeln, unterscheiden sich genetisch von den Bakterien der Ackerwinde. Zudem sind die beteiligten Zikaden (Vektoren) ebenfalls verschiedene Unterarten, so dass eine doppelte Verbreitungs- und Ausbreitungsbelastung für die Weinreben entstehen kann.

Die Bekämpfung der Phytoplasmen ist in beiden Fällen recht schwer, insbesondere die Bekämpfung der übertragenden Zikade während der kurzen Flugphase muss als unmöglich verworfen werden. Der Fokus liegt daher bei der Wirtspflanze und der damit verbundenen Vernichtung in der unmittelbaren Umgebung zum Weinberg. Besonders die auf der Ertragsfläche vorgefundenen Wirtspflanzen – Ackerwinde und Brennnessel – sollten vollständig beseitigt werden. Zudem kann der Einsatz von Weinbergsbegrünung / Kräutermischungen die weitere Besiedlung mit Ackerwinde und Brennnessel verhindern.

Bereits befallene Rebstöcke und infizierte Teile sollten bereits im Sommer, bzw. sofort mit einem Rückschnitt bedacht werden. Diese Stöcke erholen sich in der Regel gut und gleichzeitig wird ein Übergreifen auf andere Stöcke und Rebteile vermieden.