Mauke

Mauke ist eine durch Bakterien verursachte Krankheit die bei starkem Befall zum absterben der Reben führen kann.

Schadbild:
Mauke zeigt sich durch krebsartige Wucherungen an oberirdischen Rebteilen. Diese Wucherungen können an der Veredlungsstelle knollenartig oder leistenförmig am Stämmchen entlang auftreten. Ist der Befall durch Mauke sehr stark kann er auch auf das Fruchtholz übergehen. Nach starken Winterfrösten kann die Krankheit regelmäßig auftreten und bei starkem Befall zum absterben der Stöcke, über einen Zeitraum von mehreren Jahren führen. Schwachen Befall kann die Rebe über einen längeren Zeitraum hinweg ohne messbaren Leistungsabfall tolerieren. Die Tumore bestehen aus undifferenziertem Gewebe. Dadurch ist der Wasser- und Nährstofftransport an diesen Stellen unterbrochen.

Biologie:
Die Bakterien (Agrobacterium vitis) sind der Verursacher für die Krankheit. Die Bakterien leben an der Rebe latent, was bedeutet das sie zwar vorhanden sind aber das Wachstum noch den Ertrag der Rebe beeinflussen. Erst wenn jedoch ein noch teilungsfähige Zelle des Pflanzengewebes verletzt wird (z.B. durch Frost) kann es zum Ausbruch der Krankheit kommen. Durch das injizieren eines Teils der Erbsubstanz des Bakterium in die Pflanzenzelle, wird diese durch die genetische Manipulation zur Ausbildung von Wucherungen angeregt.

Bekämpfung:
Eine direkte Bekämpung dieser Krankheit ist nicht möglich. Es können jedoch vorbeugende Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehört das man ausschließlich maukefreies Pflanzmaterial verwendet und in alten Anlagen befallene, abgestorbene Reben sofort entfernt. Ein Schutz der Reben gegen Frost (Neupflanzung in Frostlagen vermeiden, harmonische Düngung, Sortenwahl) kann ebenfalls das Risiko verringern.