Esca

Esca ist eine Pilzkrankheit die von verschiedenen Erregern verursacht wird.Der Haupterreger ist wahrscheinlich der Mittelmeerfeuerschwamm (Formitoporia mediterranea). Die Krankheit kann zum Absterben der gesamten Rebe führen.

Herkunft:
Die Krankheit ist wahrscheinlich so alt wie der Weinbau selbst da schon Berichte über sie aus römischer Zeit vorliegen. Sie tritt vor allem in mediterranen Ländern auf ist mittlerweile aber auch sehr häufig in Frankreich und Deutschland zu finden.

Schadbild:
Bei einem Befall durch Esca kann der gesamte Stock betroffen sein oder nur ein bestimmter Teil (z.B. eine von zwei Bogreben). Beim ersten Befall zeigen sich Blattflecken im Zeitraum nach der Blüte. Diese können immer größer werden und das Blatt wird vom Rand her braun. Das geht soweit das die Blätter langsam eintrocknen und abfallen. Die Triebspitzen können von der Spitze her ebenfalls eintrocknen. Der Befall kann aber auch sehr akut sein, bei dem die gesamten Stöcke innerhalb weniger Tage zusammenbrechen. Es können sich aber auch braun-violette Flecken in unterschiedlicher Form und Größe auf den noch unreifen Trauben bilden. Diese Erscheinung nennt man „Black Measels“. Das Gewebe der Trauben trocknet an diese Stelle ein, der Rest kann bis zur Reife erhalten bleiben oder reist auf und trocknet ein. Die Symptome von Esca treten meist nicht jedes Jahr auf. Wenn sie allerdings auftreten verändert sich meist auch das Holz was anfänglich braun wird und anschließend eine Art Weißfäule bildet. Geschädigte Stämme werden im inneren weiß und schwammig.

Biologie:
Obwohl die Esca schon sehr lange bekannt ist, weiß man über den eigentlichen Erreger oder das eventuelle Zusammenspiel verschiedener Erreger noch relativ wenig. Es werden zwar auf Esca -geschädigten Stöcken öfters Fruchtkörper verschiedener Pilze entdeckt, aber deren spezielle Bedeutung bei der Entstehung der Krankheit ist noch unklar.

Bekämpfung:
Zur wichtigsten Maßnahmen gegen Esca gehört das vermeiden von großen Wunden an der Rebe, den durch diese können potenzielle Erreger eindringen und den Stock befallen. Lassen sich große Wunden nicht vermeiden sollte man darauf achte sie sorgfältig mit einem Wundverschlussmittel zu verschließen. Ein zurücksetzen erkrankter Stöcke auf einen gesunden Trieb und das entfernen und verbrennen abgestorbener Rebteile sind ebenfalls vorbeugende Maßnahmen gegen den Pilz. Da man nicht genau weiß welcher Erreger für die Krankheit verantwortlich ist kann man sie auch nicht direkt bekämpfen.