Chardonnay

 

Der Chardonnay zählt zu den besten Sorten der Welt. Viele Spitzenweine zum Beispiel aus Frankreich entstanden aus Chardonnay. Am bekanntesten sind die Chablis-Weine.
Auch für die Champagner-Bereitung ist der Chardonnay ein wesentlicher Qualitätsfaktor.
Im Jahre 1991 wurde die Sorte in die Liste der in Deutschland zugelassenen Sorten aufgenommen.

Herkunft:

Das Ursprungsgebiet der Rebsorte liegt in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur gelangte die Rebsorte dann nach Frankreich und fand seinen Schwerpunkt im Burgund. Die Namensgebung könnte auf den kleinen Ort Chardonnay, nördlich Mâconund unweit von Tournus zurückgehen. In 1991 wurde die Sorte in die Liste der zugelassenen Sorten Deutschlands aufgenommen.

Eine 1999 an der University of California durchgeführte, breit angelegte DNA Analyse mit 352 Rebsorten legt den Schluss nahe, dass die Sorte Chardonnay eine natürliche Kreuzung der Sorten Pinot und Gouais Blanc ist.

Wichtige Anbaugebiete:
Rheinhessen, Pfalz, Baden

Sortenmerkmale:
Blatt:   glatter, weniger blasig als beim Weißburgunder, Stielbucht ausgeprägt und durch Blattnerven begrenzt

Holz:   gelb bis leicht rotbraun, feine Streifen, dunkel punktiert

Traube:  klein bis mittelgroß, kompakt

Beere:  grüngelb bis bernsteinfarben, dünnhäutig

Reife:  mittelspät

Ertrag:  schwankend, in Abhängigkeit vom Pflanzgut

Eigenschaften der Sorte

Ansprüche an die Lage:

Hohe Lageansprüche sind Voraussetzung für einen typischen Chardonnay. Weinrandanlagen sind ungeeignet.
Zu kernige, harte Säurewerte sind der Weinqualität abträglich.

Ansprüche an den Boden:

Mittlere bis hohe Ansprüche. Tiefgründige, warme, kalkhaltige Böden sind am besten geeignet.

Holzreife:

Der Chardonnay hat eine gute Winterhärte. Er ist nicht unbedingt Spätfrostanfällig, dennoch sollten die Maifrostlagen vom Anbau ausgeschlossen werden.

Krankheitsanfälligkeit:

Die Rebsorte neigt auf Grund der Dünnschaligkeit zu Beerenbotrytis. Eine besondere Empfindlichkeit gegen Peronospora, Roten Brenner, Oidium und Schwarzfleckenkrankheit besteht nicht.

Erziehung:

Der Chardonnay benötigt eine weiträumige Erziehung von 1,80 – 2,00 m, da er bei zu enger Pflanzung leicht durchrieselt. Eine Normalerziehung bis zu 1,80 m kommen nur in Steillagen in Frage.  Stammhöhen ab 70 cm erhöhen die Blühfestigkeit. Der Stockabstand muss dabei der Wuchskraft angepasst werden (mind. 1,10 – 1,30m).

Reife:

Mittelspät.

Vorteile der Sorte:

Chardonnay hat eine gute Holreife und eignet sich gut als Sektgrundwein.

Nachteile der Sorte:

Die Sorte ist anfällig gegen Beerenbotrytis und stellt hohe Lageansprüche an die Lage.