Dunkelfelder

 

Die Rebsorte sollte ursprünglich den Namen „Purpur“ tragen, dieser wurde jedoch vom Bundessortenamt abgelehnt. Schließlich wählte man den Namen „Dunkelfelder“, wegen seiner besonders intensiven dunklen Farbe.

Herkunft:
Die Rebsorte Dunkelfelder soll bereits vor 1939 in einigen Registern eingetragen gewesen sein. Offiziell aber wurde sie erst am im Februar 1980 ins Sortenregister eingetragen; seitdem erfolgt auch die Pflanzung. Da keine Aufzeichnungen von der ursprünlgichen  Züchtung erhalten geblieben sind, tappt man bei der exakten Herkunft im Dunkeln. Es wird aber gemutmaßt, dass Dunkelfelder eine Kreuzung zwischen dem Portugieser und Färbertraube sein könnte.

Wichtige Anbaugebiete:
Baden, Pfalz, Rheinhessen

Sortenmerkmale:
Blatt: mittelgroß, fünflappig, Mittellappen keilförmig, meist eingeschnürt, mitteltiefe Seitenbuchten, Stielbucht V-förmig offen bis berührend, Blattrand grob gezahnt, oberseits dunkelgrün mit roten Flecken ab August, unterseits graugrün

Holz:  leicht rotbraun, feine Streifen

Traube:  mittelgroß, breit, kegelförmig, mitteldicht

Beere:  blauschwarz, schwachoval, beduftet, intensive Saftfarbe, neutraler bis leicht säuerlicher Geschmack, Austrieb sehr früh

Reife:  früh

Ertrag:  unregelmäßig

Eigenschaften der Sorte

Ansprüche an die Lage:

Bedingt durch die frühe Reife sind die Lageansprüche nicht hoch. Da Rotweine allerdings ein höheres Mostgewicht benötigen als Weißweine, um marktfähig zu sein; empfiehlt sich mindestens eine mittlere bis bessere Lage zu wählen.

Ansprüche an den Boden:

Der Dunkelfelder ist empfindlich gegen Frost und Trockenheit.  Empfehlenswert ist der Anbau in ausreichend tiefgründigen Böden.

Holzreife:

Aufgrund seiner guten Holzreife ist die Winterfrosthärte des Dunkelfelder ausreichend gut und damit besser als die des Blauen Portugieser.

Krankheitsanfälligkeit:

Es ist keine Überempfindlichkeit vorhanden. In feuchteren Jahren ist es möglich, dass etwas stärkerer Beerenbotrytis auftreten kann.  Pilzkrankheiten wie Peronospora und Oidium sind aber ebenso möglich.

Erziehung:

Wie Burgundersorten.

Reife:

Früh, mit oder kurz vor Portugieser.

Vorteile der Sorte:

geringe Krankheitsanfälligkeit, frühe Reife, niedrige Lageansprüche, dient sehr gut als Deckrotwein

Nachteile der Sorte:

empfindlich gegen Trockenheit, schwankender Ertrag