Phoenix

 

Der Phoenix ging aus einer Kreuzung von Bacchus und Villard Blanc hervor. Der Name der Rebe weist auf das Fabeltier Phönix hin, das verbrennt, um aus der Asche neu aufzuerstehen.

Herkunft:

Gezüchtet wurde die Rebsorte in der „Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen – Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof“ in Siebeldingen/Pfalz. Der Züchter ist Prof. Dr. Gerhardt Alleweldt.

Wichtige Anbaugebiete:

Rheinhessen, Nahe, Pfalz

Sortenmerkmale:

Blatt:   groß, glatt, glänzend grün, dreilappig, grob gezahnt

Holz:   gelb bis leicht rotbraun, feine Streifen, dunkel punktiert, lange Internodien

Traube:  mittel bis groß, dichtbeerig

Beere:  sehr rund, mittelgroß. gelbgrün

Reife:  früh bis mittel

Ertrag:  hoch

Eigenschaften der Sorte:

Ansprüche an die Lage:

Der Phönix hat nur geringe Ansprüche an die Lage. Schon in einer mittleren Lage bringt er fast in jedem Jahr einen Kabinett und in guten Jahren mit Sicherheit eine gute Spätlese. Die Anspruchslosigkeit der Sorte ist mit ein Grund für ihre große Verbreitung.

Ansprüche an den Boden:

Der Phoenix hat keine großen Ansprüche an den Boden. Er hat einen kräftigen Wuchs, deswegen sind in tiefgründigen Böden schwächer wachsende Unterlagen zu wählen.
Standorte und Böden mit starken Schwankungen im Wasserhaushalt sind zu vermeiden, da die Beeren dadurch aufplatzen könnten.

Holzreife:

Die Holzreife ist sehr gut, dadurch ist auch eine gute Winterfrostigkeit vorhanden.

Krankheitsanfälligkeit:

Die Resistenz gegenüber Peronospora und Oidium ist sehr hoch. Ergiebige Niederschläge nach einer längeren Trockenperiode im Spätsommer kann zum Aufplatzen der Beeren führen, und dadurch zu einer höheren Anfälligkeit gegenüber Botrytis.

Vorteile der Sorte:

sehr krankheitsresistent, guter Wuchs, Beeren haben ein feines Muskataroma

Nachteile der Sorte:

durch seinen kräftigen Wuchs ist die Sorte bei Laubarbeiten sehr pflegeintensiv