Regent

 

Der Regent ist eine Neuzüchtung. Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt. Sie gehört derzeit  zu den bedeutendsten pilzwiderstandsfähigen Qualitäts-Rebsorten weltweit und liefert farbintensive, kräftige Rotweine.

Herkunft:
Bundesanstalt für Züchtungsforschung, Institut für Rebenzüchtung, Geilweilerhof, Siebeldingen/Pfalz.  Die Rebsorte ist eine Kreuzung aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin

Wichtige Anbaugebiete:
Rheinhessen, Pfalz, Baden, Franken

Sortenmerkmale:
Blatt:    mittelgroß, rundlich , fünflappig, wenig gebuchtet

Holz:     hellbraun

Traube:   selten geschultert, mittelgroß und etwas weniger dichtbeerig als der Spätburgunder

Beere:    rundlichen bis oval, klein, dunkelblaue bis violettblaue Farbe

Reife:    spät bis sehr spät

Ertrag:    früh

Eigenschaften der Sorte

Ansprüche an die Lage:

Die Ansprüche des Regent an die Lage sind einfach:  am besten sonnige Südost- bis Westwände, und möglich nicht kalt und windoffen.

Ansprüche an den Boden:

Nährstoffreiche Böden und eine wüchsige Unterlage ist zu empfehlen, am besten 125AA oder 5BB.

Holzreife:

Er hat eine gute Holzreife und somit auch eine gute Winterfrostfestigkeit.

Krankheitsanfälligkeit:

Der Regent ist sehr restistent gegen Oidium und Botrytis. Die Reblausfestigkeit ist ebenfalls gut.

Erziehung:

Da der Regent einen kräftigen Wuchs hat ist er unter Berücksichtigung von Boden und Unterlage eine Sorte für weiträumige Erziehung.

Reife:

Der Regent treibt mittel früh aus. Dadurch entgeht er eventuellen sehr späten Frühjahrsfrösten, kann aber bei frühen Maifrösten noch Schaden nehmen. Der Blütezeitpunkt liegt spät. Er reift noch vor dem Gutedel und gilt somit als früh reifend.

Vorteile der Sorte:

gute Winterfrostigkeit, sehr resistent gegenüber den Krankheiten, pilzresistente Sorte

Nachteile der Sorte:

in den ersten Jahren ist Magnesiummangel möglich