Weißburgunder

 

Der Weiße Burgunder, auch bekannt unter den Namen Weißburgunder, Pinot blanc, Pinot bianco oder Klevner ist eine weiße Rebsorte. Sie ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wird zu den Burgundersorten gezählt. Ihre Beerenhäute sind die hellfarbigsten unter den Burgundersorten.

Herkunft:

Bekannt ist der Weiße Burgunder seit dem 14. Jahrhundert. Urkundlich lässt er sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen und fand ab dem 17. Jahrhundert auch seinen Platz in den Weinbergen Burgunds. Von dort verbreitete er sich in andere europäische Weinbaugebiete.

Wichtige Anbaugebiete:
Baden, Pfalz, Württemberg

Sortenmerkmale:
Blatt:   mittelgroß, schwach dreilappig, kaum gebuchtet, Oberfläche leicht blasig, Rand stumpf gezähnt

Holz:   dünn, graubraun bis rötlichbraun

Traube:  mittelgroß, dichtbeerig, walzenförmig, kompakt

Beere:   länglich bis rund, dünnhäutig, grüngelb, neutraler Geschmack

Reife:  mittelspät

Ertrag:  gut

Eigenschaften der Sorte

Ansprüche an die Lage:

Eine gute Qualität kann der Weißburgunder nur in guten, warmen Lagen liefern. Vor einem Anbau in geringeren Lagen wird abgeraten, da dann die  Weine qualitativ relativ gering bleiben.

Ansprüche an den Boden:

Die Ansprüche sind mittel bis hoch. Zu bevorzugen sind tiefgründige Böden mit ausreichender Feuchtigkeit. Auf Kalkböden erhalten die Weine mehr Bukett.

Holzreife:

Die Holzreife ist gut und liegt kaum unter derjenigen des Rieslings. Dementsprechend ist die Sorte mit einer ausreichenden Winterfrostfestigkeit ausgestattet. Maifrost macht dem Weißburgunder wegen dem späten Austrieb nicht viel aus. Trotzdem sollten die Maifrostanlagen vom Anbau ausgeschlossen werden, da die Beiaugen nicht übermäßig fruchtbar sind.

Krankheitsanfälligkeit:

Eine Überempfindlichkeit gegen Peronospora, Roten Brenner, Oidium, Stiellähme und Schwarzfleckenkrankheit besteht nicht. Lediglich gegenüber den Traubenwickler zeigt er eine hohe Anfälligkeit. Durch seine kompakte Traubenform kann es dazu kommen das sich einzelne Beeren abdrücken. Dadurch ist der Weißburgunder recht anfällig gegen Botrytis.

Erziehung:

Gassenbreiten von 1,80 bis 2,00 m sind die Norm. Stammhöhen ab 70 cm erhöhen die Blühfestigkeit. Als Fruchtholz empfiehlt sich eine Bogrebe oder einen Flachbogen.

Reife:

Die Reife des Weißburgunders fällt mit der des Silvaners zusammen und wird als mittelspät bezeichnet.

Vorteile der Sorte:

geringe Krankheitsanfälligkeit, Stielfestigkeit, gleichmäßiger Ertrag, gute Mostgewichtsleistung

Nachteile der Sorte:

hohe Ansprüche an die Lage, hohe Mostgewichtsleistung